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Artikel „Bosses, Bartholomaeus des“ von Carl Ruland in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 3 (1876), S. 191, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Des_Bosses,_Bartholom%C3%A4us&oldid=- (Version vom 12. Dezember 2019, 01:35 Uhr UTC)
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Band 3 (1876), S. 191 (Quelle).
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Bosses: Bartholomaeus des B., geb. 1668 zu Herve in den Niederlanden, † 24. April 1738 in Köln, trat, bereits Magister der freien Künste, 1686 in die Gesellschaft Jesu. Vorher Professor der Philosophie und Mathemathik, erhielt er 1711 in Köln das Doctorat der Theologie, welche er als Professor der Moral, dann der Polemik und speculativen Theologie viele Jahre lehrte, wobei er auch als Schriftsteller auftrat. Allein weit berühmter als durch seine Schriften, die sich bei De Backer I, 118 und VII, 128, 129 verzeichnet finden, ward er durch sein freundliches Verhältniß zu G. W. Leibnitz und Christian Wolff, die den feinen und hochgebildeten Jesuiten als einen der tiefsten Denker achteten und mit ihm im brieflichen Verkehre standen. B. suchte namentlich drei Probleme zu lösen: den Ursprung des Uebels in der doch gut geschaffenen Welt, welche Forschung ihn veranlaßte, die Theologie des Leibnitz ins Lateinische zu übersetzen und dieser Arbeit katholische Principien vorauszuschicken; – das Geheimniß der Gnade gegenüber dem ersten und dem gefallenen Menschen, wobei ihm der Augustin’sche Lehrbegriff zur Grundlage diente; – und endlich die Wiederherstellung des echten Aristoteliscben und Thomistischen Natursystems.

Hartzheim, Bibl. Colon. p. 27.