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Artikel „Blaspeil, Lucas“ von Woldemar Harleß in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 2 (1875), S. 696, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Blaspiel,_Lucas&oldid=- (Version vom 21. Februar 2020, 01:24 Uhr UTC)
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Blaspeil: Lucas B., seit 1627 cleve-märkischer Landrentmeister und früher Kämmerling des clevischen Statthalters Grafen Adam von Schwarzenberg, gerieth als Verwalter der Generalkasse und Vorstand der Rechenkammer, indem er über vorfallende Mißgriffe und Mißbräuche an Schwarzenberg zu berichten pflegte, in ein heftiges Zerwürfniß mit der größern Mehrzahl der Räthe der Amtskammer und mit den Landständen, wurde durch seine Gegner wegen verweigerter Rechnungslage im Februar 1639 verhaftet, auf Schwarzenberg’s Befehl zwar gleich darauf wieder freigelassen, jedoch nach des letzteren Ableben im April 1641 von neuem gefänglich eingezogen und auf das Schloß zu Huissen transportirt. Von hier entfloh er nach Königsberg, wo er das Vertrauen sowol des Kurfürsten als des einflußreichen Oberkammerherrn Konrad von Burgsdorf gewann, so daß er 1647 sogar zum Rath bei der clevischen Amtskammer ernannt ward. Er war ein Mann von nicht zu unterschätzendem Einfluß, der nach dem Ausdrucke des clevischen Regierungsraths und Archivars Adolf Wüsthaus denjenigen, welcher ihm freundlich begegnete, sicher zu obligiren und Freundschaft zu bezeigen wußte, der ihm aber zu nahe trat, mit demselben Maße maß.

A. von Hoeften, Stud. Verhandlungen von Cleve-Mark, Bd. V der Urkunden und Actenstücke zur Geschichte des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg, S. 86 ff.