William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett XCVII

<<< Sonett XCVII >>>
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte
Seite: 51
von: [[{{{AUTOR}}}]]
Zusammenfassung: {{{ZUSAMMENFASSUNG}}}
Anmerkung: {{{ANMERKUNG}}}
Bild
[[Bild:{{{BILD}}}|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
[[Index:{{{INDEX}}}|Wikisource-Indexseite]]
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe

[51]

O gleich dem Winter war Abwesenheit
Von dir, des flieh’nden Jahres süßer Luft!
Was für ein Frost! Wie dunke Tageszeit,
Als läg’ ich an Decembers kalter Brust!

5
Und doch war Sommertag mir diese Frist,

Ein reicher Herbst, der volle Garben bot,
Und viel mit üpp’ger Frucht gesegnet ist,
Wie Witwenschooß nach des Gemahles Tod.
Mir schien jedoch so reiche Gabe nur

10
Wie Hoffnung, die ein Waisenkind beschleicht;

Denn Sommerfreude folgt stets deiner Spur,
Und wo du fehlst, der Vögel Lied selbst schweigt.
    Und singen sie, so ist’s ein solches Lied,
    Daß wie im Winter drum das Laub entflieht.