Wie man in den Wald schreit, also schreit es daraus

Textdaten
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Autor: Johann Peter Hebel
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Titel: Wie man in den Wald schreit, also schreit es daraus
Untertitel:
aus: Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
S. 232-233
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum: 1803-1811
Erscheinungsdatum: 1811
Verlag: Cotta
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Erscheinungsort: Tübingen
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: ULB Düsseldorf und Djvu auf Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[232]
Wie man in den Wald schreit, also schreit es daraus.

Ein Mann, der etwas gleich sah, aber nicht viel Komplimente machte, kommt in ein Wirthshaus. Alle Gäste, die da waren, zogen höflich den Hut oder die Kappe vor ihm ab, bis auf einen, der ihn nicht kommen sah, weil er gerade die Stiche zählte, die er im Mariaschen von seinem Nachbar gewonnen hatte. Und als er eben das HerzAß durch die Finger schob und sagte: zwei und fünfzig und eilf sind drei und sechzig, und bemerkte immer den Fremden noch nicht, der etwas gleich sah, fragte ihn der Fremde: „Herr, für was sehet ihr mich an?“ Der Gast sagte: „Für einen honetten Mann; was weiß ich von Euch?“ Der Fremde sagte: „das dank euch ein anderer.“ [233] Da stand der Gast vom Spieltisch auf und fragte: „für was sieht denn der Herr mich an?“ Der Fremde sagte: „für einen Flegel.“ Darauf sagte der Gast: „das danke dem Herrn auch ein anderer. Ich merke, daß wir einander beide für den Unrechten angesehen haben.“ Als aber die andern Gäste merkten, daß doch auch in einem feinen Rock ein grober Mensch stecken könne, setzten sie alle die Hüte wieder auf, und der Fremde konnte nichts machen, als ein andermal manierlicher seyn.