Topographia Sueviae: Schussenriedt

Topographia Germaniae
Schussenriedt (heute: Bad Schussenried)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1643, S. 171.
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Schussenriedt /

Sorethum, ein Praemonstratenser MönchsCloster / beym Vrsprung deß Wassers Schuß / so / nahendt Ereskirch / in den BodenSee fällt / zwischen Buchaw / vnd dem Schloß Aulendorff / (so den Herren von KönigsEgg gehörig / ) gelegen / so Anno 1187. von Bertingero; vnnd Conrado, Freyherren von Schußenriedt / auß einem Schloß / zu einem Closter gemacht worden; wie Romanus Hay, von hinnen bürtig / in seinem Horto Crusiano pag. 333 schreibet. Crusius part. 2 Annal. Suev. lib. 11. capite 16. nennet den Ersten Berengarium, vnnd setzet die Stifftung / zu Ehren Gottes / der Heyligen Jungfrawen Marien / vnnd S. Magni deß Beichtigers / geschehen / ins Jahr 1188. sagt auch / daß gedachter Berengarius ein Mönch allda / vnd mit dem ersten Probst Friderico in ein Grab gelegt worden seye. Der letzte Probst allhie / Conradus Rauber / ward / auff dem Baßlerischen Concilio zum ersten Abbt dieses Closters gemacht / vnnd starb Anno 1475. Es macht der Herr Abbt allhie einen Standt deß Reichs / vnnd Schwäbischen Craißes / dessen Monatlicher einfacher Anschlag ist zween zu Roß / vnnd vierzehen zu Fuß / oder achtzig fl. vnd zum Cammergericht Jährlich 83. Gulden.