Topographia Electoratus Brandenburgici et Ducatus Pomeraniae: Grimnitz

Topographia Germaniae
Grimnitz (heute: Burgruine Grimnitz)
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Gripswald
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1652, S. 62.
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Grimnitz /

Ist ein Churfürstlich Brandeburgisch Schloß / und Jagthauß / in der Mittel-Marck / bey einem grossen Walde / Item dem See / und Wasser Welse / an den Uckermärckischen Gräntzen gelegen / so berühmt ist / weilen nach langwiriger Strittigkeit / zwischen den Häusern / Brandeburg und Pommern / endlich alhie beständiger Frieden / und erblicher Vergleich der Succession halber / daß nemlich / wann der Fürstliche Stamm der Hertzogen von Pommern / ohne Männliche Erben abgehen würde / alsdann die Marggrafen von Brandeburg das gantze Pommerland / ausser was Polnisch Lehen / erben solten / Anno 1529. gemacht worden ist; davon Angelus in der Märckischen Chronic lib. 3. pag. 318. Limnaeus de Jure publ. lib. 5. cap. 7. n. 98. und Micraelius part. 2. Pomer. pag. 522. seq. welcher letztere unter andern sagt / daß der Pommerischen Landschafft zwar anfänglich etwas befremd vorkommen sey / daß den Erbhuldigungen die Marggrafen / welches bißhero ungewöhnlich gewesen wäre / beywohnen solten / und hätten deßwegen Grimnitz / Grämnitz genandt: dennoch den lieben Frieden zu erjagen / hätten sie den Vertrag einhällig unterschrieben / wie er auch von Käys. M. hernach bestättiget worden sey. Sonsten ist auch ein Grimnitz / an dem Ende der Mittel-Marck / nahend Maletzung / und Ratenau / nicht weit von der Havel gelegen.