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Huxley[1] versuchte die Affinität des Himantopterus, und mit ihm des Eurypterus, indem er die beiden Gattungen als verwandte anerkennt, mit jetztlebenden Crustaceen zu beleuchten; er verglich ihn mit einer ganzen Reihe anscheinend ähnlicher Thiere und behauptet schliesslich, der Himantopterus zeige die grösste Verwandtschaft mit den Stomatopoden.

Diese Verwandtschaft soll, nach Huxley, nicht mit dem Typus der Stomatopoden in der Gattung Squilla ausgesprochen, statthaben, sondern in niedern Formen, wie in Erictys (Erichthus Latr.) und in den noch mit Zweifel zu den Stomatopoden gerechneten Cuma-artigen Crustaceen (Cuma, Bodotria, Alauna, Calyptoceros Huxl.) zu erkennen sein. Der Vergleich bringt aber so viel grosse und wesentliche Unterschiede zum Vorschein, dass die Aehnlichkeit des Himantopterus mit den letztgenannten Gattungen weit entfernter wird, als mit den der andern Ordnungen. Huxley sagt aber, seine Idee weiter verfolgend, die Reduction und Modification der Körperanhänge einer Coma-artigen Crustacee würde eine dem Himantopterus vollkommen ähnliche Form geben. Diese Reductionen und Modificationen aber findet man, wie Mr. Huxley selbst zugibt, bei keinem ausgebildeten Krustenthier, wol aber in den bemerkenswerthen Larven der Podophthalmen, die man früher unter dem Namen Zoaea kannte. In der ersten Entwicklungsperiode besitzen diese Larven festsitzende Augen, einen kurzen Panzer, ein langes, aus mehrern Segmenten bestehendes Abdomen, ohne Anhänge, das Endglied des Abdomen bald einfach, bald zweilappig. Die einzigen Anhänge sind ein Paar Fühler und eine unbestimmte Zahl


  1. Quaterly Journal of the geol. Soc., 1856. Observations on the Structure and Affinities of Himantopterus, p. 54.