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Der Löwe (Leo, leonis, Leoni, bekannter Ort am Starnbergersee).

Der Löwe ist das stärkste und wildeste Thier. Doch gibt es auch ausgestopfte, die man angreifen kann. Er ist gelb und sehr großmüthig. Es ist nicht rathsam, sich einem Löwen auf mehr als eine halbe Meile zu nähern; denn Löwe bleibt Löwe. Doch gibt es auch Löwinen.

Gewöhnlich schläft der Löwe, denn es heißt: „Reize den Löwen nicht, wenn er schläft“, und der große Schiller sagt: „Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken!“ – Den Löwen zu fangen ist nicht schwer. Er ist bekanntlich der König der Wüste, wie schon Freiligrath nachgewiesen hat. Auf diese Würde bildet er sich nicht wenig ein. Hier ist also der Punkt, wo man ihn fassen muß. Man errichtet daher in seinem Reiche in der Wüste, am Eingange eines Nebenweges, einen Pfahl mit der Aufschrift „Verbotener Weg!“ Hinter diesem Pfahle gräbt man eine tiefe Grube. Durchfliegt nun der Löwe sein Gebiet, wenn er nach

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Franz Bonn: Lustige Naturgeschichte oder Zoologia comica. Braun & Schneider, München [1877], Seite 21. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Lustige_Naturgeschichte_oder_Zoologia_comica.djvu/33&oldid=- (Version vom 1.8.2018)