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O Deutschland, wahnzerrissen,
O Mutter, reich an Weh,
Ist dieß dein „Ruhekissen“
Du edle Niobe?

(Ed. Br.)


44. Die Hochburg.

(Geschichtliches über „Schloß Hachberg“ in den Burgen u. s. w. Badens und der Pfalz. Thl. II. S. 303. ff.)

Wie gewöhnlich an alte Burgen mit ihrem geheimnißvollen Dunkel, so knüpfen sich auch an die Hochburg Sagen von dort verborgenen Schätzen und der Erlösung dabei befindlicher gespensterhafter Wesen. Hier wandelt eine Jungfrau mit einem Bunde Schlüssel bei den Kisten voll Gold und Silber, die sie verwahrt, umher. Wenn der Mond scheint, so sieht sie wohl auch aus einem Erker herab und singt bisweilen; auch besucht sie allnächtlich das Brettenthal, wascht sich am Bache, kämmt und zopft ihre langen Haare. Beim Heruntergehen ist sie fröhlich, auf dem Rückwege weint sie.

Einem Bauer von Windenreuthe, der Nachts mit einem Sack Mehl aus der Mühle gieng, kam die Jungfrau entgegen und sagte zu ihm: „Gehe mit mir auf die Burg zu dem Schatze, nimm aber davon ja nicht mehr, als Du, ohne unterwegs abzustellen, heimtragen kannst. So oft Du wiederkommst, mache es so und wenn Du endlich all das Geld beisammen hast, dann ist meine Erlösung da. Finde ich sie nicht durch Dich, so muß ich ihrer noch lange harren; denn das Holz zur Wiege des Kindes, das mir wieder helfen kann, ist noch nicht gewachsen.“ Ohne Bedenken folgte der Mann in ein Gewölbe des Schlosses, worin auf einer eisernen Kiste ein schwarzer Pudel lag. Auf einen

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Heinrich Schreiber: Die Volkssagen der Stadt Freiburg im Breisgau. Franz Xaver Wrangler, Freiburg 1867, Seite 73. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Volkssagen_der_Stadt_Freiburg_im_Breisgau.djvu/79&oldid=- (Version vom 31.7.2018)