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     vnd mich der falschen anclag rechen
Wenn ir nun selbs zuo opffer kouffen
     vnd an die grossen glocken louffen
Vnd machendt selbs ein groß gelüt
     üweren wybren zuo der zeit
Vnd merckt nit das sy euch betriegen
     ein frum fraw laßt sich wol beniegen
Mit dem was ir haußwirt vermag
     vnd was er gewynnet alle tag
     dz thuot aber nit der wiest schlepsack
Die grosse glock muoß man ir lytten
     vnd facht mit irem mann an strytten
Lieber hans nym doch eins war
     wie vnser nachpurin drit da har
So schon vnd auch so suberlich
     bekleydet also adelich
So du mich laßst so ellendt gon
     als ob ich dir nie dienst hett thon
Oder nit so zart als sey
     so du ein amptmann bist do bey
Wo die wyber kummendt zamen
     so muoß ich mich syn werlich schammen
Myn nachpurin dreyt ein sammet an
     so ich har in eym küttel gan
Will er ir denn kauffen nit
     die groß glock ziehen an do mit
     so sprichts das dich der rytten schyt
Wiltu mir nit zierden kouffen


Empfohlene Zitierweise:
Thomas Murner: Die Mülle von Schwyndelszheym vnd Gredt Müllerin Jarzeit. Straßburg 1515, Blatt 32v. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_M%C3%BClle_von_Schwyndelszheym.djvu/64&oldid=- (Version vom 31.7.2018)