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Alle die so suffen brassen
     vnd mer denn syben massen fassen
Vnd habendt dennocht nit genuog
     sie leren den dor zuo den kruog
Die muoß man ietz all sammen loben
     doch handts an sant Niclausen aben
In dem schuo ein narren funden
     der ist in in den halß verschwunden
Vnd ist der nar kein christen nit
     darumb ir ieder vff in schüt
Das er getauffet werd von in
     Vnd nit vnchristlich far do hyn
Dem müller ziehendt sie das bret
     das mans vor todt dreit an das bet
So ligend dann die selben kunden
     am morgen me dann drythalb stunden
Vnd kynnendts gar nit fantasyen
     wo sie doch vff erden lygen
Biß er sich kum selbs vber redt
     das er do lyg in seinem bett
Darnach muoß er erst lang besynnen
     wol fierdthalb stundt biß er würt ynen
Wie er doch sey necht schlaffen kummen
     ob es der müller hab vernummen
Hilfft in denn got das sie vff stondt
     vmb myttentag herfürher gondt
Sie fahend sie denn wider an
     Do sie es necht gelassen han


Empfohlene Zitierweise:
Thomas Murner: Die Mülle von Schwyndelszheym vnd Gredt Müllerin Jarzeit. Straßburg 1515, Blatt 24v. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_M%C3%BClle_von_Schwyndelszheym.djvu/48&oldid=- (Version vom 31.7.2018)