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nach oben hin der Unterschied auf – aber dann wird ja zu den niederen Classen hinab die Ungleichheit noch schreiender.“

„Nicht alle Welt wird Baron, Dorel! ich würde mich abgeschmackt finden, wenn ich es werden wollte. Ich sage Dir nur, daß man es mit großer Leichtigkeit werden kann, daß dadurch der falsche Zauber verschwindet, womit sich der Adel ehedem ausstaffirt hat, und daß man etwas Anderes sein muß als von Adel um heutzutag etwas zu gelten.“

„Etwas Anderes? ja freilich! man muß reich sein!“ sagte Dorothee ganz unbefangen.

„Wie kommst Du zu diesem aristokratischen Vorurtheil, daß man nur mit Geld nicht mit wahrem Verdienst gegen den Adel in die Schranken zu treten wage?“ rief Leonor heftig.

„Verzeih, lieber Bruder, sprach Dorothee gelassen, all Deine Pläne und Hofnungen für die Zukunft, all Deine Ansichten von Gleichheit, beruhen lediglich auf der Erbschaft, die Du gemacht hast – und gar nicht auf Deinen persönlichen Verdiensten und Eigenschaften.“ .…

„Geld giebt Unabhängigkeit! unterbrach er sie. Muß ich mich abarbeiten fürs tägliche Brot, für den Rock den Ich trage, für das Zimmer das ich bewohne, so sind meine Gedanken in diesen engen

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Ida von Hahn-Hahn: Zwei Frauen. Zweiter Band. Berlin 1845, Seite 73. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Zwei_Frauen_(Hahn-Hahn)_v_2.djvu/074&oldid=- (Version vom 31.7.2018)