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Sie trug ein kornblumenblaues, nicht ganz frisches Seidenkleid und einen wallenden Federhut über dem stark verblühten Gesicht, das die letzten Spuren ehemaliger Schönheit trug. — „Ludmilla, comment ça va“, rief Madame fröhlich und umarmte die blaue Dame.

Boris machte eine tiefe Verbeugung. „Guten Tag, Herr Mephisto,“ sagte sie, „und wo haben’s unsern Schützling, unsere neue Jungfer im Grünen?“ — Indra trat errötend vor. — „Potztausend,“ sagte Frau Ludmilla, „wo habt’s dös Prachtstück aufgegabelt? Ja so, das Vermächtnis von unserer guten Meranow. Wenn die net bei Zeiten abgeflattert, hätt’s a nöt hergefunden!“ — Indra fühlte sich merkwürdig berührt, sie schaute fragend auf Boris. Und der Weltmann verstand sie. „Es ist ja nur eine Stieftochter von Frau Meranow, fast gleichaltrig mit ihr, sie standen auch nicht besonders. Da es ihr so gut geht mit ihrer Pension, hatten die Damen aber neuerdings wieder schriftlichen Verkehr miteinander angebahnt.“ — „Und nun kommt’s Vögerl in mein Käfig, und mir woll’s schon zahm krieg’n, wie d’ anderen“,

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Hermione von Preuschen: Yoshiwara., Seite 48. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Yoshiwara_Preuschen_Hermione_von.djvu/047&oldid=- (Version vom 17.8.2016)