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Nicht sehen Flüchten Irgendwohin in die Weite. Sich verbergen, tief untertauchen, in ein Meer hinunter. Oder nein. Tanzen, tanzen, bis die Besinnung schwindet. Tanzen, am Strand von Sorrent, wirbelnd, jagend, und höher und höher und kleiner und winziger ... ein flimmernder Punkt, hoch oben im Weltraum, schwirrend, tanzend ...

Heiß brachen die Tränen aus ihr hervor. Kein erlösendes Weinen: ein Strom, der jäh die Dämme überflutet, zurückgeworfen wird und gefesselt.

Sie richtete sich auf. Vom Fenster schien ein fahles Abendlicht herein. Draußen war die Weite, mit den sausenden Welten. Sie kroch, sie schleppte sich ans Fenster. Es

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Grete Meisel-Heß: Suchende Seelen. Leipzig 1903, Seite 53. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Suchende_Seelen_(Meisel-He%C3%9F).djvu/052&oldid=- (Version vom 31.7.2018)