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So findet man diese glaubwirdige Histori in dem Leben deß heiligen Bernhardi im andern Buch am 6. Capittel / daß nemblich bey seinen zeiten Wilhelmus ein abtrinniger Fürst / mit grausamer verfolgung / viel Ept vnd Bischöff vertriben habe / vnd daß zum letzten zu abwendung diser Persecution vnd verfolgung / der heilig Bernhardus das heilige Sacrament in seine hand genommen / vnd ihme damit entgegen gangen / welches wie es der abtrinnige Fürst Wilhelmus gesehen / ist er alßbalden zu boden gesuncken / vnd ob wol er von seinen Kriegß Landtsknechten widerumb auffgehaben worden / so ist er jedoch zum andern mal widerumb nider gefallen / vnd ihme der speychel durch den Barth / wie einem wütthenden Mann / gerunnen / vnd letzlichen / durch wünschung deß Fridts deß heiligen Bernhardi / widerumb zu recht gebracht worden / welcher neben vielen andern der seinigen dem zänckischen Teůfel abgesaget / von welchem sie besessen gewest / vnd sich zu der Einigkeit der Catholischen Kirchen begeben hat. So wirdt bey dem Bredenbachio diese Geschicht gelesen / in der sibenden Collation / am 47. Capittel / daß nemblich die Krafft deß Hochwirdigen Sacraments deß Altars so mechtig gewesen sey / daß ein Weib / welches vnder einer Gestalt dasselbig genossen / einen Caluinistischen Predicanten auff der Cantzel also geängstiget / daß er letzlich mit disen worten herauß gefahren / es müß ein Papist alhier gegenwertig seyn / der das Bapistisch gesegnet Brodt gessen hat / derwegen kan ich jetzunder weitter nicht predigen / vnd hat diß Exempel den Bredenbach also bewegt / daß er alle Caluinistische Bücher verbrennt / vnd sich wider zur Einigkeit der Catholischen Kirchen gegeben hat.

Also lesen wir auch / daß vmb die Zeit / da die verfluchten Ketzer Albigenses mit schwartz vnd teůffelischen Künsten vmbgiengen/ vnd auß ihrer Kunst mit druckenen Füssen auff dem Wasser giengen / vnd also sein grosse Anzal der Catholischen

Empfohlene Zitierweise:
Johann Schnabel, Simon Marius: Wahrhafftige und erschröckliche Geschicht von einem Schmidtsgesellen und dem Teuffel. Henrich von Ach, Würtzburg ~1589, Seite 29. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Hansen_Schmidt_Teuffel_1589.djvu/29&oldid=- (Version vom 31.7.2018)