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Johann Gottfried Pahl: Bertha von Wöllstein. Eine Reihe von Briefen aus dem Mittelalter

und der andere setzte mit einem wilden Schrei dem Fuhrmann das Schwerdt auf die Brust, der angstvoll die Peitsche sinken ließ. Ich hatte beim blitzschnellen Anfall noch so viel Geistesgegenwart, daß ich mich nach unsern Knappen umwandte; sah’ sie aber im Gefecht mit andern Reutern, die sie im Rüken angegriffen hatten. Indeß war der eine Reuter rükwerts mit dem Pferde zwischen die Bäume und den Wagen gedrungen, und nun erblikt’ ich plötzlich die weiße Feder, und das glänzende Helm, und mein Kruzifix am Schwerdtgefässe, und hörte seine Stimme: „sitz’ – Bertha! sitz’ auf! ich bin Kunz! – es hat Eile! –“ Und ohne mich erst zu besinnen, sprang ich vom Wagen hinter ihn aufs Roß, und schneller als der Vogelflug gieng es bergan. Nach einer kurzen Weile gelangten wir im Dikicht der Wälder zu dem Kohlhaufen, den Kunz zum Vereinigungspunkte seiner Knappen ausersehen hatte.

Wir stiegen ab. Schweigend sahen wir uns an, und keins konnt aus Staunen über die Geschichte, die Rede beginnen. Gern hätt’

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Johann Gottfried Pahl: Bertha von Wöllstein. Eine Reihe von Briefen aus dem Mittelalter. Karl Gottlob Beck, Nördlingen 1794, Seite 66. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Bertha_von_Woellstein.djvu/70&oldid=- (Version vom 31.7.2018)