Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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fliegender Fisch
Band XV,2 (1932) S. 17091710
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2) Nach Plin. n. h. IX 82 volat sane perquam similis volucri hirundo, item miluus, ein fliegender Fisch. Da unter hirundo jedenfalls der Arist. hist. an. IV 9 p. 535 b 27 als χελιδὼν ἡ θαλαττία beschriebene Fisch (vgl. Ailian. nat. an. IX 52 ἡ χελιδὼν ἡ πελαγία) zu verstehen ist, der als Flughahn, Dactylopterus volitans Cuv. (Trigla volitans L.) gedeutet wird (vgl. Aubert-Wimmer Aristoteles’ Tierk. I 143), so kommt für M. ein anderer fliegender Fisch, deren es eine ziemliche Anzahl gibt, in Betracht, vielleicht der Springfisch, Exocoetus exsiliens Bloch (Exocoetus volitans Cuv.). Eine genauere Deutung läßt sich bei dem Fehlen jeglicher Beschreibung nicht geben, zumal es nicht sicher ist, ob Plinius einen fliegenden Fisch des Mittelmeeres meint. Anscheinend der gleiche Fisch wie M. bei Plinius ist Ailian. nat. an. IX 52 ἱέραξ ὁ θαλάττιος. Auf [1710] Grund der Pliniusstelle wird auch M. bei Horat. epist. I 16, 51 cautus enim metuit... opertum miluus hamum gewöhnlich als fliegender Fisch erklärt, doch ist es nicht sicher, ob hier an den gleichen Fisch wie bei Plinius und nicht vielmehr an einen Raubfisch überhaupt zu denken ist.

[Steier. ]