Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band XV,2 (1932) S. 1709
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2) Ptolem. VI 8, 15 nennt zwei zu Karmanien gehörige Inseln: Σάγδανα und Οὐορόχθα. Der erste Name hat den Zusatz ἐν ᾗ Μίλτος. So die Ausgabe von Nobbe, der hiernach M. als Eigennamen eines Ortes betrachtet zu haben scheint, wenn er ihn auch in seinem Index nominum geographiae Ptolemaei nicht anführt. Forbiger (Pauly R.E. V 25) hat das Wort als Namen eines Ortes aufgefaßt. Das Richtige hatten vor ihm schon Wilberg und Grashof, die μίλτος drucken ließen und Sagdana, in qua minium est übersetzten. So auch Herrmann u. Bd. I A S. 1739: ,Ptolemaios erwähnt hier das Vorhandensein von Rotstein‘. Aber seine Gleichsetzung der Insel Sagdana (a. O.) mit Kaikandros (s. o. Bd. X S. 1497) ist nicht haltbar. Wenn Uorochtha, wie nicht zu bezweifeln, die ‚lange Insel‘ Kišm ist (näheres unter Oarakta), kann Sagdana nur eine der beiden benachbarten kleinen Inseln Hanğam oder Larek sein, trotz der Ansetzungen des Ptolemaios, der Sagdana nordnordwestlich von Uorochtha und beide zu weit nach Westen gerückt hat. Die Wahrscheinlichkeit spricht für Larek = Sagdana. Als G. F. Gemelli Careri 1694 diese Insel, l’Isola della Recca, wie er sie nennt (Il giro del mondo II 301. Venezia 1719), passierte, fand er sie ohne Pflanzenwuchs, aber: L’arena è assai stimata, per esser molto nera, e lucente; come anche la terra rossa, con la quale si tingono le fronte i Gentili. Vgl. auch Tomaschek S.-Ber. Akad. Wien CXXI VIII 47f.