Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Stadt im Ostjordanland
Band IX,1 (1914) S. 557
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Jaëzer (יַעְזֵר‎ Num. 32, 1. Jos. 13, 25 u. ö. LXX Ιαζηρ, Ι. Mak. 5, 8 LXX A Ιαζην, LXX א ‎V Ιαζηρ – II. Mak. 10, 32 heißt der Ort Γαζωρος – Joseph. ant. Iud. XII 8, 1 Ιαζωρος, Ptolem. V 16 Γαζωρος), einst eine bedeutende amoritische Stadt im Ostjordanlande, Num. 21, 24 (LXX). 32. 32, 1ff., später im Besitz von Gad und befestigt, Num. 32, 35. Jos. 13, 25, dann moabitisch Jes. 16, 8f. Jerem. 48, 32 und schließlich ammonitisch bis zur Eroberung durch Judas Makkabäus, I. Mak. 5, 8. Die Umgebung wird als gutes Weide- und Weinbergland geschildert Jes. 16, 8f. Da nach Onom. 264f. 131 J. 10 römische Meilen westlich von Philadelphia (Rabbath Ammon) und 15 römische Meilen von Hesbon entfernt liegt an einem zum Jordan gehenden Fluß, so identifizieren viele Forscher (Seetzen Reisen I 397. 408. Guthe Kurzes Bibelwörterb. 1903, 281. Gesenius-Buhl Hebr. u. Aram. Handwörterb.15 304) J. mit den Ruinen von Ṣār im Wadi Ṣir. Bädeker Pal. u. Syrien⁷ 137. Hingegen suchen andere J. weiter südlich und denken an Beit-zerʿa östlich von Sūmije (= שִׂבְמָה‎ Num. 32, 38. Jes. 16, 8 u. ö.) und el-ʿÂl (אֶלְעָלֶה‎ Num. 32, 3 u. ö.); so Furrer Handwörterb. d. bibl. Altertums² 1893. I 668. Musil Arabia Petraea I 390. 394.

[Beer. ]