Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Keltischer Name eines gallischen Gottes
Band IX,1 (1914) S. 627628
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Ialonus keltischer Name eines wohl örtlich-gallischen Gottes. Er ist einmal bekannt durch die 1802 zu Lancaster in England gefundene, seitdem, wie es scheint, verschollene Weihinschrift eines vormaligen Kavallerieunteroffiziers, Anführers einer Rotte (decuria) und zwar wahrscheinlich der hier stehenden ala II Gallorum Sebosiana (s. o. Bd. I S. 1246); in dieser Inschrift CIL VII 284 ist der Gott mit dem Namen des auch durch eine andere Inschrift aus der Gegend von Lancaster (CIL VII 290) bezeugten britannischen Gottes Contrebis (s. d.) benannt: Deo Ialono Contre(bi) sanctissimo Iulius Ianuarius em(eritus) ex decu(rione). Dann ist I. auf einer in der Versenkungsanlage des Amphitheaters von Nemausus (Nîmes) gefundenen Weihinschrift des Museums zu Nîmes zusammengestellt mit Fortuna, CIL XII 3057 mit Add. p. 834: Ialon(o) et Fort(unae) …, [628] im Index CIL XII p. 925 ist der Name mit Unrecht weiblich zu Ialon(a) ergänzt. Holder Altcelt. Sprachschatz II 7. Ihm in Roschers Myth. Lex. II 12.

[Keune. ]