Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Patriarch von Konstantinopel ab 552 n. Chr., zur Unkörperlichkeit der Seelen
Band VI,1 (1907) S. 1535
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3) Patriarch von Konstantinopel von 552 bis 564 und wieder von 577 bis etwa 582. Seinen Lebensgang kennen wir durch Eustratios (s. d.), von seiner Schriftstellerei ist nur ein Brief an den Papst Vigilius vom J. 553 erhalten und – fragmentarisch – eine allerhand interessante Polemik treibende Abhandlung de paschate et de sacrosancta eucharistia, Migne Gr. 86, 2391ff. Sein Freund Eustratios erwähnt in seinem Hauptwerk (ed. Allatius 433f.) einen λόγος des großen E. περὶ τῶν ἐν τόπῳ κατὰ δεύτερον λόγον οὐσιωδῶς γινομένων λογικῶν καὶ νοερῶν, worin er die Unkörperlichkeit der Seelen erweisen wolle, ein Stück daraus führt er auch wörtlich an. Die betreffenden Spekulationen des Bischofs haben schon bei Zeitgenossen wie Gregor d. Gr. von Rom Anstoß erregt; der frühe Untergang seiner meisten Arbeiten wird sich so erklären.