Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Minyerstadt in Triphylien
Band VI,1 (1907) S. 186
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Epion, Epeion, Aipion (Ἔπιον Herod. IV 148; Ἤπειον Xen. hell. III 2, 30; Αἴπιον Polyb. IV 77, 80; Ἤπιον Steph. Byz.), das homerische Aipy Αἶπυ Il. II 592. Hymn. in Apoll. Pyth. 245. Strab. VIII 349. Steph. Byz. Statius Theb. IV 180 Aepy); eine der sechs Minyerstädte in Triphylien zwischen Samikon und Heraia auf steiler Bergkuppe gelegen; von den Eleern kurz nach den Perserkriegen zerstört, aber später wieder erstanden. Man erkennt sie gewöhnlich in den ansehnlichen Stadtruinen wieder, die sich auf einem 669 m. hohen Bergrücken südlich des Dorfes Platiana, dem östlichsten Vorsprung des Lapithasgebirges, finden (aufgenommen von Boutan Arch. miss. scient. et litt. 2e sér. I 2, 1864. Bursian Geogr. v. Griechenl. II 284). Eine Ringmauer aus polygonalen Blöcken mit viereckigen Türmen umzieht den Rücken, ein zweiter engerer Mauerring den höchsten Kamm; Reste eines Theaters, zahlreicher Tempel und Privathäuser bedecken das ummauerte Gelände. Aber schon Leake hatte diese Reste für das alte Typaneai gehalten, und Partsch (Erläut. z. d. Übersichtskarte der Pisatis S. 9f.) hat mit Recht darauf aufmerksam gemacht, dass die Strasse Samikon-Heraia nördlicher geht; vielleicht dürfte daher E. bei Smerna oder auf dem Hügel Kastro bei Mundriza zu suchen sein.