Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Festung in Mesopotamien, 507 n. Chr., häufig von Persern angegriffen
Band IV,2 (1901) S. 2150
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2) Dara (Δάρα), starke Festung in Mesopotamien, drei Parasangen von Mardis und vierzehn Parasangen von Amudis entfernt (Theophyl. Sim. III 10, 4), früher ein ärmlicher Flecken, von Anastasius im J. 507 angelegt (daher auch Anastasiopolis genannt) und von Iustinian mit besonderer Kunst befestigt und mit Wasserleitungen versehen (Proc. de aed. II 2. 3). Hier war eine Zeit lang der Sitz des Dux Mesopotamiae, Proc. bell. Pers. I 22. Menander Prot. frg. 11 Müller. Constantin. Porphyr, de cerim. I 89. Die Stadt wurde von den Persern häufig angegriffen und auch mehreremal erobert, so unter Iustin II. im J. 573 (Theophyl. Sim. III 5, 11. 17. V 3. Cedren. I 684) und unter Phocas (Cedren. I 711). Vgl. noch Proc. bell. Pers. I 10; bell. Goth. IV 7. Cedren. I 630. Johann. Lyd. de magistr. III 28. 47. Theoph. Chron. I 231. Georg. Cypr. 912 Gelz. Joh. Epiph. frg. 378. 379. 382 Dindf. Candid. frg. 449, 5 Dindorf. D. wird auch bei Syrern häufig erwähnt, vgl. Zachar. Rhet. bei Mai Script. vet. nov. coll. X 344. Chron. de Josue le Stylite ed. Martin 99; andere Stellen bei Payne Smith Thes. Syr. 943. Über ihre Eroberung durch die Araber berichtet Belâdorî (de Goeje) 176. Jetzt Dârâ. Beschreibung der aus der Zeit der Kaiser Iulian und Anastasius stammenden Ruinen bei Sachau Reisen in Mesopotamien und Syrien 395ff.