Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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he Chersonesos tracheia, s der knidisch-bybassischen Halbinsel
Band III,2 (1899) S. 22532254
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14) Ἡ Χερσόνησος τραχεῖα, die südlich von der knidisch-bybassischen Halbinsel sich ausbreitende, sehr gegliederte und felsige Halbinsel, an der Spratt seit dem Altertum eine Senkung der [2254] Küste um einige Fuss constatiert hat, die der sogenannte Skylax (99) einfach als Teil des rhodischen Festlandgebiets (Ῥοδίων χώρα) bezeichnet, wird nicht allein unter byzantinischer Herrschaft und auf altvenetianischen Küstenkarten (Tomaschek Hist. Topographie von Kl.-As. im Mittelalt. 41), sondern bis vor kurzem noch in der türkischen Verwaltungspraxis kurzweg Trachīa oder Trachēa genannt; offenbar ein aus dem Altertum conservierter Name und vollständiger als Trachea Chersonesus zu verstehen, so dass ihm das in den Tributlisten einfach als Ch. genannte Glied des athenisch-delischen Seebundes entsprechen würde. Nur in Inschriften ist der sonst unbekannte Name einer Ortschaft auf dieser Halbinsel, Casarea, gefunden 1888 von Bent Journ. Hell. Stud. IV 83. X 47. Kiepert Formae orb. ant. IX Text S. 6 oben. Stalaktiten in der Phausiasgrotte erwähnt Plin. n. h. XXXI 30.