Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Stadt in Albania am Südabhang des Kaukasos
Band III,2 (1899) S. 2016
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Chabala, Stadt in Albania am Südabhang des Kaukasos, Ptol. V 12, 6; Cabalaca, die Metropolis von Albania, Plin. VI 29. Die armenische Geographie p. 29 ed. Soukry nennt im ašcharh Ałuankḥ die Stadt Khawatak, welche vom Bache Sêboč mitten durchflossen wird; Moses Kałakantwaci verwendet in seiner Geschichte der Ałuankḥ die Form Kabała oder Kapała; es findet sich auch Kapa-kḥałakḥ. Die georgische Chronik p. 364 nennt Qabala in Ṡirwân. Arabischen Nachrichten zufolge soll Qobâd (491–530), Vater des Anôšarwân, die Stadt gegründet d. h. neu befestigt haben; Salmân ben Rebîa nahm sie den Chazaren weg; Qabala war reich an Obstbäumen, Südfrüchten und Weizenfeldern, hatte gesunde Luft und gutes Wasser, auch eine Thermalquelle, und war von Moslemin bewohnt, während Land und Dörfer von Christen und ,Landstreichern‘ bevölkert waren (Masʿûdî II p. 68). Nachmals wurde die Stadt von Šamâchî überflügelt und verfiel allmälig. Noch im vorigen Jahrhundert erwähnt Gärber (bei Müller Sammlung russischer Geschichte IV 1760 S. 126) Qabala als einen Ort zwischen Šamâchî und Ariš in der Herrschaft Šekkî zwischen dem Gebirgssaum und der Ebene, von Dörfern umgeben, mit gutem Garten- und Feldbau und mit Seidenindustrie. Die Ruinen heissen jetzt Qâfur-qalási und liegen einige Werst südöstlich von Niǧ an der Vereinigung der Bäche Qara-čai und Qara-ṣu, welche dem Gök-čai parallel dahinstreichen.