Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Stadt in d. pers. Satrapie Areia
Band III,1 (1897) S. 506 (IA)
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Bitaxa (Βίταξα Ptol. VI 17, 4. VIII 25, 4; Vitaxa Amm. Marc. ΧΧΙII 6, 69), Stadt in der persischen Satrapie Areia; schon Reichard und v. Hammer haben den nördlich von Herât am Nordabhang des Kôh-i-Bâbâ (Kôh-sîm, Qaitû) gelegenen Canton Bâdghîs verglichen, welchen die orientalischen Autoren öfters erwähnen; dessen Vorort hiess Bâmiîn an der Quelle des derreh-i-Bâm, auf dem Wege nach Penğ-dih und Marw. Nach armenischen Berichten aus der Zeit der Sasaniden erlitten mehrere Märtyrer den Tod in Vatgês (Vardgês) im Jahr 456. Die Herrschaft der Habtal (s. Hunnoi Ephthalitai) erstreckte sich bis in dieses Hochthal. Der i-Vocal der ersten Silbe in der ptolemaeischen Form erklärt sich aus Vâiti-gaêça des Avesta, vgl. Justi Beitr. z. alten Geographie Persiens II 16; so hiess die den Nordwinden ausgesetzte Anhöhe, v. zd. vâiti ‚wehen, Wind‘; die Häuser haben dort Türme mit Windfängen; neuere Reisende haben in der jetzt verödeten und von Turkmanen ständig bedrohten Landschaft viele Spuren einer vormals dichten Bevölkerung vorgefunden.