Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Tochter des Schoineus
Band II,2 (1896) S. 18901894
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4) Die Heroine. Etymologie: Von ἀτάλαντος oder ἀ-ταλάω. a) = unvergleichlich, Brandstaeter Gesch. d. aetol. Landes 53 ; b) = über andere das Übergewicht habend, Schirmer in Roschers Lex. d. Myth. I 667, 17; c) = viel ertragend (wie Ἄτλας), Preller Gr. Myth. II² 306; vgl. Quint. V 9, 12. Plat. rep. X 620 B. G. Curtius Grundz. d. griech. Et.² 199; d) = die Unbezwungene, Panofka Abh. Akad. Berl. 1851.

Die Überlieferung kennt zwei A. : a) die Tochter des Schoineus aus Boiotien, von Hippomenes im Wettlauf besiegt; b) die Tochter des Iasios aus Arkadien, die Geliebte des Meilanion und Teilnehmerin an der kalydonischen Jagd. Die Quellen verwechseln beide sehr häufig, eine genaue Scheidung ist kaum möglich.

a) Die boiotische A. A. ist die Tochter des Schoineus, des Eponymen von Schoinus am Hylischen See, K. O. Müller Orchomenos² 209 ; 1 oder aus Erythrai, Nonn. Dionys. XXXV 82, vgl. Stat. Theb. VII 265 (aus Argos, Schol. Apoll. Rhod. I 769). Surber Die Meleagersage 85. Zuerst wird sie von Hesiod erwähnt, der als ihre Mutter vermutlich die Minyastochter Klymene nannte, Hes. frg. 39. 40 K. Apollod. III 9, 2. Schol. Il. II 764. Thrämer Pergamos 137. Im Wettlauf übertraf A. alle. Ihre Bitte, Jungfrau bleiben zu dürfen, wurde ihr vom Vater unter der Bedingung gewährt, dass sich die Freier mit ihr im Laufe messen mussten. Der Sieger sollte sie zur Gattin erhalten; wer unterlag, büsste es mit dem Tode. Nach Hyg. fab. 185 und Apollod. a. O. mussten die Freier unbewaffnet vorauseilen, A. folgte mit dem Speere und tötete sie von hinten. Hippomenes nun, in Liebe zu A. entbrannt, flehte Aphrodite um Beistand an und erhielt von ihr drei goldene Äpfel aus dem Garten der Hesperiden (aus dem Kranze des Dionysos, Philetas in Schol. Theokr. II 120; aus dem Heiligtum der Göttin in Tamasos auf Kypros, Ovid. met. X 644). Während des Wettlaufs warf Hippomenes die Äpfel einzeln hin, und gewann, indem er so den Lauf der A. aufhielt, den Sieg. Nach Hesiod liefen A. und Hippomenes nackt. Als Hippomenes die A. heimführte (nach Onchestos), wohnte er ihr, von heftiger Leidenschaft ergriffen, im Heiligtume der Göttermutter bei (nach Hyg. a. O. im Haine des Zeus Kallinikos am Parnass). Aphrodite aber (oder Zeus, wegen Entweihung des heiligen Haines), darüber erzürnt, dass Hippomenes des schuldigen Dankes an sie vergessen hatte, verwandelte die beiden in Löwen, denen die Begattung versagt ist, und spannte sie an ihren Wagen. Es wird auch berichtet, dass ein Orakel der A. Tod und Verwandlung verheissen hatte, falls sie eine Ehe eingehe. Ob dies, wie Robert meint, schon bei Hesiod die Motivierung des Entschlusses der A., Jungfrau zu bleiben, war, [1891] ist nicht sicher, Hesiod in Flinders Petrie pap. III V. 4 (Maass Aratea 102); frg. 41 K. Schol. Il. XXIII 683. Theokr. III 40f. und Schol. (enthält wahrscheinlich die verkürzte Hypothesis der hesiodischen Eoie). Serv. Aen. III 113. Ovid. met. X 560f. Verg. ecl. VI 61. Westermann Mythogr. gr. 364. Nonn. Dionys. XII 67f. XLVIII 108f. Palaiph. incred. 14. Herakl. incred. Anth. Plan. IV 144. Robert Herm. XXII 1887, 447ff. Immerwahr Kulte und Mythen Arkadiens I 165. Der Besieger der A. heisst Hippomedon Schol. Apoll. Rhod. I 769. Tzetz. chil. XII 934f. Bei Apollod. II 9, 2 sind die Erzählungen über die zwei Atalanten in eins zusammengeflossen. Neben Zügen, die sonst nur auf die arkadische A. zutreffen, erwähnt er auch den Wettlauf und die Verwandlung, nennt aber an Stelle des Hippomenes den Meilanion ; vgl. Tzetz. a. O. Schol. Eur. Phoen. 150.

b) Die arkadische A. Sie heisst die Tochter der Schoineus, des Eponymen von Schoinus in Arkadien (oder Boiotien), der aus Boiotien eingewandert sein sollte. In der Nähe von Schoinus zeigte man ,die Laufbahn der A.‘, Paus. VIII 35, 10. Diod. IV 65, 7. Steph. Byz. s. Σχοινοῦς. Schoineus Vater der kalydonischen Jägerin: Apollod. I 8, 2. Schol. Aristoph. ran. 1238. Diod. IV 34, 4. Hyg. fab. 173 (dagegen Iasios 99). Opp. cyneg. II 22. Ovid. trist. II 399. In der Regel aber wird als ihr Vater Iasios genannt (Theognis 1288. Arist. pepl. 44 Bgk. Kall. Dian. 216) oder Iasos (Apollod. III 9, 2. Schol. Eur. Phoen. 150) oder Iasion (Ael. v. h. XIII 1). Ihre Mutter ist die Minyastochter Klymene, Apollod. a. O. (wenn dies nicht etwa erst eine Folge der Verwechslung der arkadischen mit der boiotischen A. ist), oder eine Gefährtin der Artemis, Schol Aischyl. Sept. 532. Als Heimat der A. wird das Mainalosgebirge angegeben (Μαινάλου κόρη Eur. Phoen. 1162. Stat. Theb. VI 563) oder Tegea und das Lykaiongebirge (Ovid. met. VIII 317. 380) oder Nonakris (Ovid. met. VIII 426; a. a. II 185, Lakonien s. u.). Der Vater, der einen Knaben erhofft hatte, setzte A. am Partheniongebirge aus, wo sie von einer Bärin gesäugt wurde. Später nahmen sie Hirten in Obhut. Herangewachsen mied sie den Verkehr mit Menschen und schweifte als kühne Jägerin in den arkadischen Bergen, eine Gefährtin der Artemis, Eur. Phoen. 151. Xen. cyneg. XIII 18. A. Priesterin der Artemis Schol. Aischyl. Sept. 532. Immerwahr De Atalanta 23. Die Kentauren Hylaios und Rhoikos stellten ihr nach, wurden aber von ihr getötet, Ael. v. h. XIII 1. Apollod. III 9, 2. Kall. Dian. 221. A. wies als spröde Jungfrau alle Freier zurück (Κύπριδος μίσημα Eur. frg. 534 N.), bis auch sie dem Meilanion erlag. Wie es scheint, war Meilanion ein Weiberhasser, in dem der Anblick der kühnen Jägerin erst ganz allmählich die Liebesglut entfachte. Unermüdlich folgte er ihr durch das Gebirge, und wurde sogar durch Hylaios verwundet. Durch seine aufopfernden und treuen Dienste gelangte er zum Ziele, Theogn. 1287ff. Kall. Dian. 215ff. Musaios 153f. Arist. Lys. 785f. und Schol. Ovid. a. a. III 185f.; am. III 2, 27f. Prop. I 1, 9f. Robert a. O. Maass Herm. XXIV 1889, 532f.

Der Sohn dieser Verbindung ist Parthenopaios, einer der Sieben vor Theben, Aischyl. Sept. 532f. [1892] und Schol. 547. Soph. O. C. 1320f. und Schol. Eur. Hik. 888f; Phoen. 150f. und Schol. (Hellanikos). 1161f. und Schol. Stat. Theb. VI 563f. Bethe Theban. Heldenlieder 86; Hyg. fab. 70. 99. 270 nennt Parthenopaios einen Sohn der A. von Meleagros; bei Apollod. a. O. ist er ein Sohn des Ares, vgl. Serv. Aen. VI 480. Artemis zürnt der A. wegen der Verletzung der Keuschheit, Schol. Eur. Phoen. 151. Musaios a. O.

Die arkadische A. nahm auch an der kalydonischen Jagd teil und tötete den Eber mit einem Pfeilschuss. Meleagros, in Liebe zu der jungfräulichen Jägerin entbrannt, gab ihr Kopf und Haut des erlegten Tieres als Siegespreis. Die Brüder der Althaia jedoch waren erbittert über die Zurücksetzung und machten A. den Preis streitig. In dem darauf folgenden Streite wurden sie von Meleagros erschlagen, Paus. VIII 45, 2. Schol. Il. IX 534. Schol. Aristoph. ran. 1238. Hyg. fab. 174. Ovid. met. VIII 380ff. Varr. sat. Men. 300. 301 Buech. Tzetz. Lyk. 492. Nach anderer Quelle, Diod. IV 34, 4, lauerten die Oheime des Meleagros der A. in einem Hinterhalte auf, als sie nach Arkadien zurückkehrte, und raubten ihr das Ehrengeschenk. Als Namen des Hundes der A. erscheint Mathepon (Françoisvase) oder Aura, Pollux V 45; vgl. Eur. frg. 534 N. Auf dem Schilde des Parthenopaios war die Erlegung des Ebers durch A. zu sehen, Eur. Phoen. 1106f. In Arkadien wurden noch später die Hauer des Ebers gezeigt, Kall. Dian. 220. Wahrscheinlich hat zuerst Euripides das Motiv von der Liebe des Meleagros zu A. verwendet. A. tritt uns erst in der jüngeren Fassung der Sage von der kalydonischen Jagd entgegen; die ältere, Hom. Il. IX 529f., kennt sie nicht, Eust. Il. 774 26f. Doch wurde sie wohl schon von den nachhomerischen Epikern und Lyrikern in die Handlung verwoben, Kekulé De fab. Meleagr. 10. Surber Die Meleagersage 17. Es scheint, dass nach ganz ursprünglicher Sage A. den Eber einst im Peloponnes jagte, in diesem Local und dieser Sage aber durch Herakles ersetzt und so nach Aitolien hinübergedrängt wurde. v. Wilamowitz Eur. Herakl. I 302.

Bei den von Akastos zu Ehren des Pelias veranstalteten Leichenspielen besiegte A. den Peleus im Ringkampf, Apollod. III 9, 2. Tzetz. chil. XII 937. Nach Suidas (aus Nik. Damask.) war A. das Weib des Akastos (sonst wird Astydameia genannt). Von Liebe zu Peleus ergriffen, von ihm aber zurückgewiesen, verläumdete sie ihn bei ihrem Gatten. Dieser stellte ihm nach, Peleus aber zog mit den Tyndariden und Iason gegen ihn zu Felde, nahm Iolkos und tötete die A. Auch an der Argofahrt soll A., die Tochter des Schoineus, teilgenommen haben, und dabei in der Schlacht bei den Schiffen verwundet, hernach aber von Medeia geheilt worden sein, Apollod. I 9, 16. Diod. IV 41, 2. 48, 5. Nach Apoll. Rhod. I 769f. hatte Iason am Mainalosgebirge von der arkadischen A. einen Speer erhalten. Von der Teilnahme an dem Zuge hielt er sie ab, weil er heftigen Streit der Helden um die Liebe der Jungfrau fürchtete. Von einem Grabmal der Iasiostochter A. spricht Arist. pepl. 44 Bgk.

Die arkadische A., die kühne Jägerin und Begleiterin der Artemis, ist wohl ursprünglich [1893] eine Form der Göttin selbst. Auf ihre göttliche Natur weist auch die Notiz Paus. III 24, 2 hin, wonach A. bei Kyphanta in Lakonien, von der Jagd ermüdet, durch den Schlag ihres Speeres eine Quelle aus dem Felsen hervorsprudeln liess. Studniczka Kyrene 144f. 163. Nach Lakonien weist auch die Verbindung der A. mit Helena (s. u.). Die boiotische A. tritt nicht in Beziehung zu Artemis.

Die boiotische und die arkadische A. zeigen sehr viele ähnliche Züge. Aber die zwei Erzählungen, die sich an die Namen der glücklichen Freier Hippomenes und Meilanion knüpfen, weisen doch nicht blos äusserliche, sondern auch sehr tiefgreifende Unterschiede auf, so dass an eine Identificierung der zwei Jungfrauen nicht zu denken ist, wenigstens nicht nach dem uns zu Gebote stehenden Quellenmaterial. Möglich ist es ja natürlich immerhin, dass sie ursprünglich eins waren, und erst später differenziert wurden. Mit der Verwechslung der zuerst bei Hesiod auftretenden und der von Theognis vertretenen A.-Sage scheint Euripides den Anfang gemacht zu haben. Aischylos dichtete ein Satyrdrama A.; unsicher ist es, ob Sophokles ein gleichnamiges Stück verfasste. Im Meleagros des Euripides und in vielen gleichnamigen Dramen anderer Dichter spielte A. eine hervorragende Rolle. Auch Komödiendichter verwendeten den Stoff mehrfach, vielleicht zogen einige auch die Liebe des Meilanion herein. Von römischen Dichtern hat Pacuvius eine A. gedichtet. Nach Ribbeck Röm. Frag. 310f. war darin eine Wiedererkennung zwischen A. und Parthenopaios geschildert, nach Art derjenigen zwischen Auge und Telephos. Er deutet darauf den etruskischen Spiegel Gerhard 356. Dagegen L. Müller Revue de philol. XIV 1890, 345. Über den Meleager des Accius s. Ribbeck a. O. 509f. Als Jägerin wird A. gewöhnlich dargestellt in kurzem Chiton, mit Köcher und Bogen, Ovid. met. VIII 317f. Ael. v. h. XIII 1. Varr. sat. Men. 301 Buech. u. a. Seltener erscheint sie nackt. Auf den etruskischen Aschenkisten führt sie durchweg das Doppelbeil.

Den bildenden Künstlern bot die A.-Sage reichen Stoff. Die Vorbereitungen zu dem Wettlaufe mit Hippomenes stellt dar das Bild eines r.-f. ,polygnotischen‘ Kraters, etwa aus der Mitte des 5. Jhdts., Robert a. O. 445ff. Museo ital. di ant. class. pl. II A. B. Eine Statue nach lebendem Modell, aber offenbar nach dem A.-Typus des 5. Jhdts. gebildet, ist die sog. ,Venere dell’ Esquilino‘, v. Duhn Bull. d. comm. arch. di Roma XVIII 1890, 48f. pl. III und IV. Helbig Die öffentl. Sammlgn. Roms I nr. 561. Eine Gruppe von zwei Marmorstatuen, gewöhnlich als A. im Wettlauf mit Hippomenes gedeutet, ist nur zum geringsten Teile alt, und deshalb durchaus unsicher, Clarac pl. 804 B.

Sehr zahlreich sind die Darstellungen aus der arkadischen A.-Sage. Am Kypseloskasten sah man A. neben Meilanion, ein Hirschkalb haltend, Paus. V 19, 2. Auf A. und Meilanion sind wohl auch zu deuten die pompeianischen Wandgemälde, Helbig 253-257. Mau Bull. d. Inst. 1879, 108. Sogliano Le pitture murali Campane 112. Robert a. O. 452.

Auf die kalydonische Jagd weisen Münzen von [1894] Tegea hin: A. als Jägerin und der Eber, Imhoof-Blumer und Percy Gardner Numism. comment. on Paus. 108, 1 pl. V XX; ebenso solche aus Aitolien: Kopf der A., auf der Rückseite Eber oder Lanzenspitze, Imhoof-Blumer Monnaies grecques 145; Choix pl. I 39. Brit. Mus., Cat. of Greek coins, Thessaly to Aitolia 106f., pl. XXX 8-10. v. Wilamowitz a. O. 263. Am Tempel der Athena Alea in Tegea war im vorderen Giebelfeld die kalydonische Jagd dargestellt, in der Mitte der Eber, den von der einen Seite Meleager und A. angreifen, Paus. VIII 45, 6. Reste der Gruppe sind gefunden, Treu Athen. Mitt. VI 1881, 393, pl. XIV. XV. Kabbadias Ἐφ. ἀρχ. 1886, 17 pl. II; Γλυπτὰ τοῦ Ἐθν. Μουσείου (1890-92) 178-180. Arch. Jahrb. VII 1892 Anz. 107. Den Kopf Kabbadias 180 sieht Murray History of Greek Sculpture II 289 für den der A. an. Bronzene A. (mit Hirsch?) in Tegea, Bull. hell. XVII 1893, 1f. Auch in den Reliefs von Giölbaschi-Trysa (Südmauer, Innenseite) findet sich diese Jagd. A. schiesst einen Pfeil. Es ist wohl die schönste Scene des ganzen Frieses, Benndorf Arch.-epigr. Mitt. VI 203; Heroon von Giölb.-Tr. 107, pl. VII. Von sf. Gefässen sind zu. nennen als ältestes die Vase Maisonneuve Introd. à l’ét. des vases gr. 61, vgl. Wilisch Altkorinth. Thonindustrie 50; ferner die Françoisvase, Mon. d. Inst. IV 54, wo Peleus und Meleager, A. neben Meilanion auftreten; zwei Vasen aus Caere, Mon. d. Inst. VI-VII 77 und Mus. Greg. II 90; eine apul. Vase Gerhard Apul. Vas. IX; von r.-f. Vasen etwa Gerhard a. O. IV. Schlie Ann. d. Inst. 1868 L. M; ferner eine grosse Menge von Sarkophagen, die teils die Jagd, teils auch nur A. und Meleagros darstellen. Auf Wandgemälden kommen stets nur A. und Meleagros vor, Helbig 1162-1165. 1168. Gädechens Bull. d. Inst. 1872, 194. Pitture d’Erc. III 13. Auch eine Anzahl etruskischer Spiegel zeigen die gleiche Scene. Ebendahin gehört das Gemälde Philostr. iun. im. 15; sowie die obscöne Malerei des Parrhasios, Suet. Tiber. 44. Ovid. a. a. III 775. Immerwahr 40. Eine Ausnahmestellung nimmt ein das Relief von Halikarnass: A. und Meleagros Leoparden jagend, Heydemann Arch. Ztg. XXIX 1872, 123. Gerade in der ältesten Kunst besonders beliebt ist die Scene des Ringkampfes zwischen Peleus und A. Besonders hervorzuheben sind die drei chalkidischen Vasen Micali Mon. ined. 41. Gerhard A. V. 237. 177; ferner Lenormant Gaze arch. 1880 pl. XIV; ein etruskischer Spiegel, Gerhard Spieg. II 224; Thonrelief aus Tegea Nuove Memorie d. Inst. pl. 6, 2; andere Lenormant a. O. pl. XIII. Arch. Jahrb. VIII 1893 Anz. 95. Plin. XXXV 17 erwähnt die Reste eines Gemäldes in Lanuvium, auf dem noch A. und Helena zu erkennen waren. Engelmann Arch. Jahrb. IV 1889 Anz. 42 und Roschers Lex. I 1963f. vergleicht damit eine Cista aus Praeneste, auf der Paris mit A., Helena und einer dritten Frau dargestellt ist, offenbar als Schiedsrichter in einem Schönheitsstreite sterblicher Frauen.

Litteratur: Immerwahr De Atalanta, Diss. Berl. 1885. Kékulé De fab. Meleagrea, Diss. Berl. 1861. Surber Die Meleagersage, Diss. Zürich 1880.

[Escher. ]