Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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II., Enkel v. Nr. 4
Band II,1 (1895) S. 11621163
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5) Arkesilaos II., Enkel des Vorigen (um 560, Herod. IV 160), bei Plut. virt. mul. 25 mit dem Beinamen ὁ χαλεπός wegen seiner Gewaltthätigkeit. Er lebte in Zwist mit seinen Brüdern, die nach Westen auswanderten und Barka gründeten. Bei dem Versuch, die Abtrünnigen wieder zu unterwerfen, erlitt er durch die Lybier eine schwere Niederlage, bei der 7000 kyrenaeische Hopliten gefallen sein sollen. Schliesslich wurde A. II. [1163] durch seinen Bruder Haliarchos (bei Nic. Dam. frg. 52, der Herodot folgt, Learchos) ermordet, seine Gemalin Eryxo rächte seinen Tod und rettete ihrem Sohn Battos III. die Herrschaft – eine Begebenheit, die bei Plut. virt. mul. 25 (daraus Polyaen. VIII 41) romantisch ausgeschmückt und zum Teil verändert ist (Learchos ist hier ein gewaltthätiger Minister, nicht ein Bruder des Königs). — Eine kyrenaeische Vase (z. B. bei Studniczka Kyrene 2) zeigt den König auf seinem Thron, unter dem ein Panther lagert (Beischrift Αρχεσιλας), das Scepter in der Hand und den Hut auf dem Kopf, wie er dem Verpacken und Abwägen von Silphionballen, des wichtigsten Handelsartikels seines Reichs, das zugleich königliches Monopol war (Arist. frg. 528 Teubn.), zuschaut.