Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Aus Megalopolis
Band II,1 (1895) S. 852
Aristainos von Megalopolis in Wikidata
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2) Aus Megalopolis (Plut. Philop. 17), einer der angesehensten Achaeer am Anfang des 2. Jhdts. v. Chr., der dreimal die Strategie bekleidet hat, nämlich im J. 198 (Liv. XXXII 19), 195 (Liv. XXXIV 24) und 186 (Polyb. XXII 10, 2). A. war ein Hauptvertreter der Ansicht, dass der achaeische Bund unter den gegebenen Verhältnissen Anschluss an Rom suchen müsse, und befand sich daher vielfach im Gegensatz zu Philopoimen, der ihm vorwarf, das Schicksal Griechenlands beschleunigt zu haben (Polyb. XXIV 13-15. Paus. VIII 51, 4. Plut. Philop. 13. 17). Auf der grossen Versammlung zu Sikyon im J. 198 setzte er den Beschluss durch, dass man die Freundschaft Philipps mit der der Römer vertauschte (Liv. XXXII 19-23, 3), was ihm Polybios zu hohem Ruhme anrechnet (XVIII 13, 8ff.). Im folgenden J. 197 ging A. zusammen mit Flamininus und Attalos zu den Boiotiern, um auch diesen den Anschluss an Rom zu predigen (Liv. XXXIII 2, 4). Auf dem Congress von Nikaia war er der Vertreter des achaeischen Bundes gewesen. Als er im J. 195 wiederum die Strategie bekleidete, trat er in der Versammlung zu Korinth für die Bestrafung des Nabis ein (Liv. XXXIV 24). Als Stratege leitete er im J. 185 mit grosser Umsicht die Verhandlungen in Megalopolis mit den Gesandten des Ptolemaios Epiphanes (Polyb. XXII 10, 2. 12, 5; vgl. XXII 13. Liv. XXXIX 33).