Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Unbebauter u. nicht als Ackerland benutzter Platz
Band II,1 (1895) S. 618
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3) In weiterem Sinne ist a. jeder weder bebaute noch als Ackerland benutzte Platz (Varro l. l. V 38), z. B. der Bauplatz für ein Haus (Hor. ep. I 10, 13), einen Tempel (Vitr. I 7), ein Grab (CIL XIV 404. 1757. 2949), oder eine beim Bau übrig gebliebene Fläche (CIL X 821). Speziell bezeichnet a.

a) Plätze in der Stadt (Hor. od. I 9, 18. Preller Regionen 114), in verschiedener Weise benannt: nach einem dort gelegenen Tempel, a. Concordiae, Saturni (CIL I 636); nach der Lage, a. Capitolina, Palatina; nach einem dort betriebenen Gewerbe oder Handel, a. pannaria, radicaria.

b) Der umfriedigte Hof eines Tempels: a. Apollinis, Varro bei Solin. I 17, vgl. Richter Topogr. d. St. Rom 103.

c) Der mit einem Grabe verbundene Platz, öfters in Grabinschriften erwähnt: Orelli 4400 (= CIL VI 14823: a. quae ante sepulcrum est maceria cincta). 4510. CIL XIV 1124. 1701; auch a. pura CIL XIV 671. Solche a. sind mehrfach bei den Gräbern Pompeiis, Overbeck Pompeii4 403. 413ff. In der Bedeutung ‚Grundstück‘ wird a. auch von den Begräbnisplätzen der ersten Christen gebraucht, De Rossi Bull. crist. 1864, 27 = Rev. arch. 1864 II 35; vgl. auch Arena.

[Mau. ]