Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Apollonis, Stadt in Lydien
Band II,1 (1895) S. 163 (IA)
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Apollonis. 1) Ἀπολλωνίς (Strab. XIII 625. Cic. pro Flacco 52; Ἀπολλωνία Steph. Byz. als nr. 16, wohl = Ἀπολλώνης Hierokl. 671; Ἀπολλωνίας Notit., auch wird wohl später aus dem Ethnikon Apollonidenses [Cic. ad Q. fr. I 2, 10; ad Att. V 13. Tac. ann. II 47], Ἀπολλωνιδεῖς [CIG 3450 und Münzen Head HN 548] oder Apollonidienses [Plin. n. h. V 126] ein Ortsname Apollonidea gebildet, CIL X 1624), Stadt in Lydien, halbwegs zwischen Sardes und Pergamon (Strab. a. O., wo richtig etwa 300 Stadien von jedem), benannt nach der Königin Apollonis (s. d. Nr. 4), der Mutter Eumenes II. und Attalos II. von Pergamon, an der Stelle einer älteren Stadt - Doidye? s. Schuchhardt Athen. Mitt. XIII 3. 17 –; nach den Erwähnungen bei Cicero a. O. nicht ganz unbedeutend, dann 17 n. Chr. durch das grosse Erdbeben zerstört, das zwölf kleinasiatische Städte vernichtete (z. B. Tac. a. O. Seneca qu. n. VI 1, 11. Plin. II 200, vgl. Strab. XII 579. XIII 621. 627), welche Tiberius wieder aufrichtete (Cass. Dio LVII 17. Suet. Tib. 48); daher auch A. an der von den zwölf Städten herrührenden puteolanischen Basis in Neapel und zwar wie andere auch als Amazone dargestellt, O. Jahn Ber. Sächs. Ges. 1851, 147 Taf. III. Lage bei Palamut, wenig westlich von Thyateira gesichert – daher wohl hierher gehörig Steph. Byz. nr. 10 κατὰ Θυάτειρα καὶ Ἔφεσον (?) - vgl. Fontrier Μουσεῖον καὶ βιβλ. Εὐαγγ. σχολ. 1886, 61. Foucart Bull. hell. XI 85. Münzen von Marc Aurel bis Severus Alexander.

Anmerkungen (Wikisource)