Musikanten in der Sommerfrische

Textdaten
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Autor: Bn.
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Titel: Musikanten in der Sommerfrische
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 25, S. 428
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1897
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[425]

Musikanten in der Sommerfrische.
Nach einer Originalzeichnung von Fritz Bergen.

[428] Musikanten in der Sommerfrische. (Zu dem Bilde S. 425.) „Musikanten!“ rufen die Bauernbuben durch die Gassen und „Musikanten!“ wiederholen entzückt die Stadtkinder, welche auf Sommerfrische hier in dem Tiroler Dörfchen wohnen. Allgemeiner Aufstand folgt und schleuniges Hinausrennen auf den Platz, wo die biederen Virtuosen bereits Posto gefaßt haben und ihre kräftigen, wenn auch durchaus nicht glockenreinen Töne auf den Blechinstrumenten schmettern. Sie wirken trotzdem unwiderstehlich; den Kindern folgen die elegante junge Mama und die Tante, auch das lustig krähende Jüngste wird auf dem Arm mitgenommen. … Nur der Familienvater bleibt ungerührt von diesem Konzert; seine Aufmerksamkeit gilt einzig der jetzt vom Wirtshause her mit dem beladenen Speisebrett und gefüllten Bierkrügel nahenden Kellnerin. Aber er wird sicher seine Spende nicht verweigern, damit nach vollendeter Kunstleistung der Musikantendurst zu seinem Rechte kommt. Drinnen im kühlen Wirtsstübel sitzen dann die wandernden Gesellen ebenso vergnügt wie die Gäste in der Sommerlaube, denn derselbe vortreffliche braune Trank füllt ihre Kugeln und schafft auch ihnen die Stimmung harmlos drohenden Behagens, welche so recht die eigentliche Atmosphäre dieser dörflichen Gebirgssommerfrischen ausmacht. Bn.