MKL1888:Aristolochiaceen

Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Aristolochiaceen“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 1 (1885), Seite 813
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Aristolochiaceen. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 1, Seite 813. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Aristolochiaceen (Version vom 22.04.2021)

[813] Aristolochiaceen (Osterluzeigewächse), dikotyle, etwa 200 Arten umfassende Pflanzenfamilie aus der Ordnung der Serpentarien, Stauden oder meist windende Sträucher mit korollinisch gefärbtem, dreizähligem Perigon, 6–36 bisweilen gynandrischen Staubblättern und einem unterständigen, aus 4–6 Karpiden gebildetem Gynäceum. Das Perigon ist bald zygomorph, wie bei der Unterfamilie der Aristolochieen, bald regelmäßig, wie bei den Asarinen und Bragantieen. (Vgl. Duchartres Monographie in De Candolles „Prodromus“, Bd. 15.) In der deutschen Flora sind die A. durch die Haselwurz (Asarum europaeum L.) und die Osterluzei (Aristolochia Clematitis L.) vertreten. Mehrere amerikanische A., besonders A. serpentaria L., werden gegen Schlangenbiß angewendet. Die meisten A. sind im tropischen Amerika, wenige im tropischen Asien, um das Mittelmeer und in der nördlichen gemäßigten Zone einheimisch. Vorweltliche Aristolochia-Arten sind aus der Kreide und aus Tertiärschichten bekannt.