Literarisches (Die Gartenlaube 1854/1)

Textdaten
<<< >>>
Autor: Ernst Keil
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Literarisches
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 1, S. 12
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1854
Verlag: Verlag von Ernst Keil
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung: Kommentar zu einem Buche von Oskar von Redwitz
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[12] Literarisches. Wie es im Buchhandel jetzt eine Masse Bücher giebt, die nur des hübschen Einbandes wegen gekauft werden, so giebt es wiederum andere, die bei gewissen Leuten um ihrer gewissen Richtung willen stets großen Anklang finden, einerlei ob diese Bücher literarischen Werth haben oder nicht. Ein Beispiel liefert der sentimental-frömmelnde Redwitz, der Dichter des Amaranth. Noch ehe sein neuestes Buch Siglinde erschienen war, sah sich der Verleger durch die einlaufenden festen Bestellungen gezwungen, mit der ersten kontraktlich auf 3000 Expl. festgestellten Auflage eine zweite ebenso starke im Druck aufzugeben und wie wir hören, ist auch diese zweite Auflage, jetzt 4 Wochen nach Erscheinen der ersten und zweiten, bereits ihrem Ende nahe. Das ist ein ungeheurer Erfolg, der mit den bekannten (besonders Berliner) Schwindelauflagen anderer deutscher Dichter in gar keinen Vergleich zu bringen ist. Und doch ist Publikum und Kritik darüber einig, daß diese Siglinde ein durchaus verfehltes Produkt sei, ohne dramatischen und poetischen Werth, eine Faselei, die nur bei Jenen Anklang findet, die kräftig-gesunde Speise nicht vertragen können.
E. K.