Literarische Anzeigen (Illustrirte Zeitung, 1843, Heft 2)

Textdaten
<<< >>>
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Literarische Anzeigen
Untertitel: Neue Schönwissenschaftliche Werke im Verlage von J. J. Weber in Leipzig
aus: Illustrirte Zeitung, Nr. 2 vom 8. Juli 1843, S. 31
Herausgeber: Johann Jacob Weber
Auflage:
Entstehungsdatum: 1843
Erscheinungsdatum: 1843
Verlag: J. J. Weber
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: MDZ München, Commons
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: [1]
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[31]
Literarische Anzeigen.

Neue
Schönwissenschaftliche Werke
im Verlage von
J. J. WEBER in LEIPZIG.

Bernhard, Carl.
Christian VII. und sein Hof.
3 Bände. 3 Thlr.

Dieser erstere umfangreichere Roman Carl Bernhard’s wurde mit noch höher gesteigertem Beifall aufgenommen, als seine früheren Arbeiten schon gewonnen hatten. Kaum drei Wochen nach dem Erscheinen war eine neue Auflage nöthig. Das Werk umfaßt die interessanteste, theilweise bisher noch verhüllt gewesene Periode der dänischen Geschichte. Mit meisterhaften Zügen schildert er die Lüsternheit und Pracht des hierin unübertroffenen Hofes Christian VII., das Unglück der liebenswürdigen Caroline Mathilde, die Intriguen der ränkesüchtigen Königin Wittwe, den Sturz und das tragische Ende des Ministers Struensee, wie seines Freundes, des Grafen Brandt.

Von demselben Verfasser ist ferner erschienen.
Die Hospital-Verlobung. . . . . . . . . . . . . . . . . 1 Thlr.
Eine Familie auf dem Lande . . . . . . . . . . . . . . 1
Der Eilwagen. – Ein Sprichwort. . . . . . . . . . . . . 1
Die Declaration. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3/4
Der Kommissionär. – Tante Franziska. . . . . . . . . . 11/4
Der Kinderball. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
Schooßsünden. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3/4

Gutzkow, Karl.
Dramatische Werke.
I. und II. Band.
Enthalten: I. Band: Richard Savage. – Werner.. . . . . . . . . 12/3 Thlr.
II. Patkul. – Die Schule der Reichen. . . . .  12/3

Gutzkow, Karl.
Vermischte Schriften.
II – III. Band.
Preis 3 Thlr.

II. Band. Vermittelungen. Kritiken und Charakteristiken. – Inhalt: I. Pressfragen. Ueber Preisherabsetzungen im Buchhandel. – In Sachen des Nachdrucks. – Hitzig über die Existenz der Schriftsteller. – II. Ausland. Abhängigkeit vom Auslande. Friederike Bremer. – H. Koenig’s literarische Bilder aus Rußland. – V. Hugo’s Ruy Blas. – III. Literaturhistorie. Goethe’s Briefwechsel mit der Schwester der Stolberge. – Leisewitz. – Franz Hern. – Bettina. – IV. Romane. Verirrungen auf diesem Gebiet. – Strickstrumpf-Kritiken. – H. Koenig, William’s Dichten und Trachten. – Psyche, von A. von Sternberg. – V. Gedichte. Franz Dingelstedt’s Gedichte. – An Usso Horn über N. Lenau’s Savonarola. – J. Mosen’s Ahasver I. II. – Nachträge. – Der Musenalmanach auf 1839. – Deutscher Musenalmanach auf 1841. – VI. Drama und Musik. Ueber Tantièmen. – Immermann’s Ghismonda. – Klein’s Maria von Medicis. – Oper und Drama. – Der Fabrikant, von E. Devrient. – Noch ist es Zeit, von A. P. – Marschner’s Vampyr. – Etwas für Pesth. – Liszt in Hamburg. – VII. Vermischtes. Die Gebrüder Grimm. – K. Rosenkranz – Fr. Dav. Strauß. – Kölle über Diplomatie. – Theresen’s Briefe aus dem Süden. – Autorberuf der Frauen.

III. Band. Mosaik. Novellen und Skizzen. – Inhalt: Aus Fluch wird nimmer Segen. Erzählung. – Das Stelldichein. Novelle. – Die Schauspielerin vom Hamburger Berge. Lebensbild. – Lenz, eine Reliquie von Georg Büchner. – Leonce und Lena, ein Lustspiel von Georg Büchner. – Ein Besuch bei Bettina. – Erinnerung an Rosa Maria Assling, geborne Varnhagen von Ense. – Karl Immermann in Hamburg. – Professor Meyer, die Königin Victoria und ihre Papagaien. – Die Subscribenten auf Klopstock’s Gelehrtenrepublik. – Meidinger’s französische Grammatik. – Soll sich die Theaterkritik bestechen lassen? Eine Zeitfrage. – Reiseerinnerungen. Stuttgart. Carlsruhe. – Kleine Reisebilder. Naumburg, Weißenfels, Merseburg, Halle, Magdeburg. – Ein diplomatischer Roman. – Die Statuten der „Freien“. – Reiseeindrücke. Stift Neuburg bei Heidelberg, Burg Rheinstein, Schloß Johannisberg – Bernadotte.


Hage, J. van den.
Der Schaafhirt.
Historischer Roman aus den Zeiten der Utrechter Stiftsfehde.
6 Bände. Preis 8 Thlr.

Dieser durch seinen Inhalt wie durch die Darstellung höchst bedeutende Roman reiht sich dem Besten dieser Gattung, was seit Walter Scott’s herrlichen Leistungen erschienen ist, auf das Würdigste an. Er schildert die merkwürdigen Kämpfe des Bischofs von Utrecht, David von Burgund, mit den gegen ihn empörten Städten, und weiß zugleich durch die genaue, anmuthige und lebendige Darstellung des holländischen Lebens jener Zeit, welche ihm eine eigenthümliche aber höchst anziehende Färbung verleibt, auch in den geringsten, mit großem Talent durch das Ganze verwebten Einzelheiten, den Leser in steter Spannung bis zum Schlusse zu erhalten. – Wir dürfen daher wol behaupten, daß wir in ihm ein Meisterwerk im vollsten Sinne des Wortes dem deutschen Publikum darbieten.

Von demselben Verfasser erschien:
Schloß Lövestein.
Historischer Roman aus dem 30jährigen Kriege.
3 Bände. 4 Thlr.

Hook, Theodor.
Ausgewählte Romane.
1 – 16r Band. Preis 51/3 Thlr.
Enthalten:
Jack Brag, 4 Theile. . . . . . . . . . . . . . . . 11/3 Thlr.
Gilbert Gurney, 4 Theile. . . . . . . . . . . . . 11/3
Braut und Gattin, 4 Theile. . . . . . . . . . . . 11/3
Des Pfarrers Tochter, 4 Theile. . . . . . . . . .  11/3

Theodor Hook’s Romane werden hier zum ersten Male und zwar nach dem Tode des Verfassers in deutscher Uebersetzung dem Publikum vorgelegt, während sie in seinem Vaterlande schon längst große Anerkennung genießen. Seine elegante aber spitzige Feder malt und geißelt das Leben der fashionablen Welt und ihre Thorheiten auf die treffendste Weise. Nicht so viel raisonnirend wie Bulwer, nicht so emsig in die obscuren Winkel niederen Lebens herabsteigend, wie Dickens, vereinigt er den hohen socialen Standpunkt des Ersteren mit der lebendigen Frische des Letzteren. Jeder Roman ist in 4 elegant und zugleich ökonomisch gedruckten Bänden vollendet. Dem ersten Theile ist Hook’s Portrait in Stahlstich und eine Skizze seines vielbewegten Lebens beigegeben.