Textdaten
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Autor:
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Titel: Künstliches Seewasser
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 39, S. 521
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1855
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[521] Künstliches Seewasser. Das beste ist jedenfalls das natürliche, das man für die Stunde des Gebrauchs trocknet, luftdicht verschließt und, wenn man z. B. ein Marine-Aquarium fertig hat, wieder naß macht. Trocknes Seewasser? Ja. Man dampft es ab, so daß blos die chemischen Bestandtheile in fester Form übrig bleiben. Das ist dann ganz wörtlich trocknes Seewasser. Um es wieder in flüssiges, richtiges Seewasser zu verwandeln, gießt man auf 561/2 Unzen trocknes Seewasser 10 Gallonen, weniger 3 Nösel Flußwasser. Diese Kunst, welche bei sich ausbreitendem Geschmacke für Marine-Aquarien, für künstliche Seebäder u. s. w. eine recht hübsche Industrie in Hafenstädten werden konnte, schlug zuerst Dr. E. Schweitzer vor, und prakticirte sie auch mit dem besten Erfolge. Für kleinere Quantitäten nahm er 6 Unzen trocknes Seewasser in 1 Gallone Flußwasser und rührte die Mischung um, bis alle trocknen Bestandtheile aufgelöst waren. Wir haben früher die chemische Zusammensetzung des Seewassers angegeben, so daß, wer genau sein will, darnach wissenschaftlich componiren kann. Das Bequemste ist aber dieses trockne Seewasser, welches man wie Zahnpulver versenden und dann je nach Bedarf wieder zu Wasser machen kann. Wir zweifeln nicht, daß trocknes Seewasser bald ein Industrie-Objekt und Handelsartikel werden wird, billig zu haben in jedem anständigen Materialwaarenladen.