Ernst Scherenberg (Die Gartenlaube 1874/51)

Textdaten
<<< >>>
Autor: Albert Traeger
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Ernst Scherenberg
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 51, S. 830
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Verlag von Ernst Keil
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite

[830] Ernst Scherenberg. Zu den vielgenanntesten und weitbekanntesten unter unseren jüngsten Dichtern gehört zweifellos Ernst Scherenberg, der Redacteur der „Elberfelder Zeitung“, ein Neffe des berühmten Schlachtensängers. Besonders sind es die politischen und patriotischen Lieder, mit denen er seit 1859, dem Beginne der aufsteigenden Bewegung, bis heute allen Fortschritten der vaterländischen und freiheitlichen Sache gefolgt oder vorangeeilt, welche seinem Namen die allgemeine und verdiente Aufmerksamkeit zugewandt haben. In Aller Erinnerung hallt noch wieder der begeisterte Jubelruf: „Hoch Deutschland, herrliche Siegesbraut“ im August 1870, und das vielfach componirte: „Hie Papst! – Hie Kaiser!“ (October 1873) verleiht der deutschen Entrüstung über das römische Unwesen einen würdigen und mannhaften Ausdruck.

Scherenberg’s „Gedichte“ sind jetzt in einer Gesammtausgabe in Leipzig erschienen und bewähren den Ruf des Dichters auch auf anderen Gebieten. Tiefe der Empfindung, Klarheit und Fülle der Gedanken, sowie eine schöne, einfache und ungekünstelte Form sind Vorzüge, die auch jetzt noch ihren Werth behaupten und dem Dichter zu seinen vielen Freunden und Verehrerinnen immer neue gewinnen werden. Die Perle der Sammlung ist ohne Frage der Lieder-Cyclus „Verbannt“, der den Schluß des Buches bildet. Der Dichter schildert uns hier in bald wehmüthig-weichen, bald mannhaft-kräftigen Tönen die Schicksale eines nach Amerika ausgewanderten Freiheitskämpfers. Die deutschen Männer seien darauf aufmerksam gemacht, daß die deutschen Frauen und Jungfrauen das geschmackvoll ausgestattete Buch gewiß mit Freuden auf ihrem Weihnachtstische begrüßen werden.

A. Traeger.