Textdaten
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Autor: D.
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Titel: Ein Schauspieler-Asyl
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aus: Die Gartenlaube, Heft 41, S. 698
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1876
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[698] Ein Schauspieler-Asyl. Der berühmte und reiche amerikanische Tragöde Edwin Forrest hat eine Heimath für alte und hülflose Schauspieler gegründet. Das fragliche Gebäude ist höchst malerisch auf dem Rücken eines schönbewaldeten Hügels, etwa eine halbe englische Meile von dem Landstädtchen Holmesburg (neun und eine halbe Meile von Philadelphia) im Staate Pennsylvanien belegen. Das zwar etwas altmodisch aussehende, drei Stockwerk haltende Gebäude gewährt von seinen breiten Säulenportiken eine Aussicht von überraschendster Schönheit. Das Innere dieser Schauspielerheimath gewährt gleichermaßen Ueberraschendes. Der breite Hallenweg, welcher den ersten Stock theilt, ist in eine vollkommene Kunstgalerie umgeschaffen, die werthvolle Gemälde, Statuen, Portraits ausgezeichneter Männer, Schauspieler etc. enthält. Auch in den Sprechzimmern und der Bibliothek zieren kostbare Kunstwerke die Wände. Die Bibliothek enthält gegen achttausend Bände, auf’s Sorgfältigste in zierlichen Büchergestellen arrangirt. Die Schlafzimmer sind bequem und einladend, obgleich sie mit seltsam aussehenden alterthümlichen Bettstellen, Bureaus und Toilettentischen möblirt sind, von denen manches Stück bereits das ehrwürdige Alter von hundert Jahren erreicht hat. Ueberhaupt ist die ganze wohlthätige Anstalt auf’s Beste und Trefflichste eingerichtet. Sie muß als ein originelles Institut der Menschenliebe bezeichnet werden.
D.