Die deutschen Kaiser
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Karl V.
Karl der Fünfte. 1519–1556.

In ernster Zeit ward zu den Stufen
Des Throns der span’sche Karl berufen:
Ihr helles Lied sang dazumal
„Die Wittenberger Nachtigall,“

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Und alles lauschte ihrem Ton:

Sie sang die Reformation.
Karl streng katholisch auferzogen
War der Bewegung nicht gewogen:
Er ächtet Luther: überdies

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Er ein Edikt aus Worms erließ,

Das es verbot für alle Zeiten,
Die Lehre Luthers zu verbreiten.
Da brach ein Sturm im Lande los:
Ein Aufstand war es riesengroß,

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Erst unterm Adel und darauf

Auch bei der Bauern „hellem Hauf“.

Nach Jahren erst konnt’ es gelingen,
Den Aufruhr gänzlich zu bezwingen.
Dann einigten als „Protestanten“
Die Fürsten, die zu Luther standen,

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Zu einem Bündnis sich im Land:

„Schmalkald’scher Bund“ ward es genannt.
Bald brach auch los der wilde Krieg,
Doch Kaiser Karl erfocht den Sieg
Und nahm an diesen Fürsten Rache.

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Verloren schien jetzt ihre Sache,

Jedoch erlangten sie von ihm
Das sogenannte „Interim.“
Moritz von Sachsen – „der Verräter“ –
Erzwang „Passaus Vertrag“ noch später.

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Dies beugt den Kaiser schwer: zuletzt

Als Mönch er sich zur Ruhe setzt.