Der gespenstige Schmiedegeselle zu Johann-Georgenstadt

Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Der gespenstige Schmiedegeselle zu Johann-Georgenstadt
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 476-477
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Erscheinungsort:
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Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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533) Der gespenstige Schmiedegeselle zu Johann-Georgenstadt.
J. Chr. Engelschall, Beschr. v. Johann-Georgenstadt. Lpzg. 1724. 4. S. 135.

Im Jahre 1719 fährt Abraham Friedrich einem Schmied Kohlen ein, da er nun Nachmittag um 1 Uhr wieder an [477] die Meilerstätte kommt, und den Schmiedegesellen, welcher mit aufladen soll, nicht findet, oben im Gebüsche sich aber etwas bewegen sieht, meint er, es sei der Gehilfe, ruft daher, er solle sich herpacken und mit aufladen. Hierauf erschallt eine Stimme: „jetzt gleich!“ Es kommt auch wirklich Jemand und hilft ihm etliche Kübel Kohlen auf den Karren heben, also daß Friedrich nicht anders meint, er habe seinen Gesellen. Nachdem aber der Kohlenstaub sich ein wenig legt, sieht er an dessen Unterleibe eine seltsame Gestalt, stößt ihn daher von sich und spricht, er solle sich packen, seine Hilfe begehre er nicht. Worauf der Andere, indem Friedrich weiter aufladet, das Löschfäßlein umkehrt und solches mit lauter Churf. neuem ganzen Gelde belegt, mit Begehren, weil Friedrich ein armer Mann, solle er es nehmen, und so oft er was brauche, wieder an diese Stätte kommen, weil er ihm ein mehreres geben wolle. Hierüber wurde Friedrich unwillig und stieß das Faß mit sammt dem Gelde übern Haufen, daß dieses auf dem ganzen Platze zerstreut lag, der Andere aber rafft es im Huy wieder in seinen Beutel zusammen und hält es Friedrichen also dar. Dieser kehrt sich zwar an nichts und fährt fort, muß aber diesen Gefährten ein gutes Stück Wegs ferner mit sich haben, der nun ihm immer den Beutel vorhält, bisweilen das Geld schüttelt und es ihm aufdringen will, bis Friedrich aus Ungeduld ihn garstig gescholten und mit der Peitsche geschlagen hat. Darauf ist dieser in das Holz gegangen, jenen aber hat ein solcher Dampf und Gestank überfallen, daß er zu ersticken vermeinte, wie er denn sich auch wirklich lange nachher noch unpäßlich befand.