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Titel: Das großblumigste Veilchen
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 3, S. 68d
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1898
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
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[68d] Das großblumigste Veilchen, welches wir kennen, ist das neue Veilchen Princesse of Galles. Seine Blüten sind tiefblau, haben sehr angenehmen Duft und werden beinahe so groß wie unsere Stiefmütterchen. Dabei stehen die Blüten auf oft 15 bis 20 cm langen kräftigen Stielen und lassen sich infolgedessen zur Binderei ganz vorzüglich verwenden. – Wie alle anderen Veilchen wird es vorzugsweise aus Stecklingen vermehrt. Man kann jedoch alle Veilchen auch leicht aus Samen ziehen und hat dabei den Vorteil, daß die Blumen dieser Sämlinge im allgemeinen größer sind als die der Mutterpflanzen. Veilchensamen findet man im Juli und August an den Büschen. Er sät sich selbst aus, und die jungen Keimlinge werden später meistens mit dem Unkraut vernichtet, weil man nicht auf sie achtet. Es ist deshalb besser, den Samen zu sammeln und ihn auf ein kleines sonniges Beet in Reihen auszusäen, gleich nachdem man ihn geerntet hat. Die jungen Pflänzchen müssen im nächsten Frühjahre, da sie zu dicht stehen, verpflanzt werden und geben im anderen Jahre kräftige Büsche. – Je tiefblauer die Blüte der Veilchensorte ist, desto mehr Wert hat die Sorte im allgemeinen. Unsere gefüllten Veilchen haben fast alle dunkelblaue Blüten. Sie können sich aber weniger einbürgern, weil sie im Winter empfindlich sind und leicht eingehen. Weiße Veilchen pflückt man im allgemeinen nicht gern. In Frankreich hat man jetzt auch ein gelbes Veilchen. Es ist wohl die Frage, ob diese Farbe mehr Anklang findet. Ein Veilchen muß nun einmal blau sein, wenn es seinen ganzen Reiz auf uns ausüben soll.