Das Laubfroschbarometer

Textdaten
<<< >>>
Autor: *
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Das Laubfroschbarometer
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 22, S. 372
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1895
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite

[372] Das Laubfroschbarometer. Der Laubfrosch steht beim Volke im Rufe eines Wetterpropheten und wird vielfach gefangen gehalten, um seinem Besitzer den Witterungswechsel anzuzeigen. In vielen Gegenden ist die Meinung verbreitet, daß er beim nahenden Regen sein Versteck in Laub und Moos verläßt und möglichst hoch emporsteigt. Der Czernowitzer Zoolog R. von Lendenfeld hat im Laufe der letzten beiden Jahre eine größere Anzahl von Laubfröschen in einem geräumigen Froschhause beobachtet und ihr Verhalten gegen Witterungswechsel geprüft. Da hat es sich gezeigt, daß der Laubfrosch bei seinem Auf- und Absteigen sich gar nicht an die Witterung kehrt: weder Luftdruck, noch Feuchtigkeit der Atmosphäre bestimmen ihn dabei in irgend einer merkbaren Weise, wohl aber ist der Einfluß der Tageszeit auf seine Kletterkünste deutlich ausgesprochen. Die Laubfrösche steigen während der Morgenstunden mit Vorliebe herab, während der Abendstunden dagegen hinauf. Gegen 8 Uhr abends sitzen die meisten Laubfrösche oben. Diese Gewohnheit läßt sich dadurch erklären, daß die Frösche im allgemeinen des Abends lebhafter sind als am Tage und daß gegen Abend auch die Insekten, welche den Laubfröschen zur Nahrung dienen, sich mehr vom Erdboden erheben. Die Laubfrösche steigen also um die Zeit hinauf, um besser der Nahrung nachgehen zu können, und diese Gewohnheit behalten sie auch in der Gefangenschaft bei. *