Das Brummen der Dampfkessel

Textdaten
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Autor: Bw.
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Titel: Das Brummen der Dampfkessel
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 2, S. 36 d
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1898
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[36 d] Das Brummen der Dampfkessel. Nicht selten nimmt man an den im Betrieb befindlichen Kesseln von Lokomobilen, Lokomotiven oder Betriebsdampfmaschinen ein eigentümliches lautes Brummen oder Dröhnen wahr, ohne daß der Laie der Regel nach imstande ist, sich von den Ursachen dieser Erscheinung Rechenschaft abzulegen. In Wirklichkeit entsteht das Brummen, das man mitunter kilometerweit vernehmen kann und das in solchen Fällen zu einer großen Belästigung der Nachbarschaft des betreffenden Kessels wird, durch die heftigen Luftströmungen, die beim Heizen des Kessels auf dem Rost ihren Anfang nehmen und dann die metallischen, nicht vollkommen starren Teile der Kesselkonstruktion in Mitschwingung versetzen. Unter Umständen können diese Schwingungen sich bis zu dem Maße steigern, daß das Brummen zu einem starken dröhnenden Geheul wird, daß Feuerrohre bersten und aus dem Kessel herausfliegen und infolge der deftigen Lufterschütterungen, genau wie bei einer starken Explosion, Fensterscheiben in der Nachbarschaft zerspringen. Neben Fehlern in der Konstruktion sind es in der Regel auch solche in der Bedienung der betreffenden Kessel, welche das Brummen oder Heulen veranlassen, besonders eine zu leichte Kesselkonstruktion in ersterer oder eine unregelmäßige Beschüttung des Rostes in letzterer Hinsicht. Bei Flammrohrkesseln konnte das Brummen fast immer durch die Verstärkung der Rohre mittels Einbauten, bei vielen anderen Kesseln durch die Anwendung eines zäheren, leichter schlackenden Brennmaterials vermieden werden. Bw.