Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 57 (1889), ab Seite: 91. (Quelle)
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Noch ist zu nennen:

Joseph Winterl (geb. zu Stadt Steyer in Oberosterreich am 2. Februar 1728, gest. in Wien 30. August 1790). Derselbe dürfte wohl ein naher Verwandter des seinerzeit berühmten Naturforschers Jacob Joseph Winterl sein, dessen Lebensskizze wir oben mitgetheilt. Joseph trat 1744, 16 Jahre alt, in den Orden der Gesellschaft Jesu, in welchem er auch bis zu dessen 1772 erfolgter Auflösung verblieb. Im Orden war er anfangs im Lehramte thätig und trug zu Tyrnau und Kaschau hebräische und griechische Sprache vor; später im Predigtamte verwendet, versah er dasselbe in Preßburg und Oedenburg, zuletzt wirkte er als Missionspriester auf Kammergütern in Oberösterreich und wurde Weihbischof in Raab. Er hat mehrere berühmte Predigtwerke italienischer Priester ins Deutsche übersetzt, so die „Predigten über Sonn- und festtägliche Evangelien, aus dem Wälschen des Herrn Joseph Anton Bordoni“, 14 Theile (Augsburg 1772–1780, 8°.); – „Die Predigten des Franz Masotti und dessen Betrachtungen für die Weltgeistlichen und anmuthige Auslegung des Vaterunsers“, 9 Bände (ebd. 1778) und „Des Joh. Baptist Campadelli Predigten auf alle Sonntage des Jahres“ [92] 6 Theile [ebd. 1779, 8°.). –