BLKÖ:Tauber von Taubenberg, die Familie

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 43 (1881), ab Seite: 124. (Quelle)
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Die Familie Tauber von Taubenberg. Schon der Großvater des Obersten Anton, Johann Michael, diente in der kaiserlichen Armee, und zwar als Hauptmann im Infanterie-Regimente Gemmingen Nr. 42. In Würdigung seiner Tapferkeit bei der Belagerung des Castells von Antwerpen, dann n, den Schlachten bei Rocourt, Laffeld, Planian, Breslau, Leuthen und Torgau, sowie beim Ausfalle aus Dresden wurde er mit Diplom ddo. 5. September 1772 in den Adelstand erhoben. Das „Genealogische Taschenbuch der Ritter- und Adelsgeschlechter“, I. Jahrg (1870), S. 417, bezeichnet dieses Diplom als ein von Kaiser Leopold II. ertheiltes; das ist ein Irrthum, da dieser Monarch erst 1790 zur Regierung gelangte. Das Diplom kann nur von der Kaiserin Maria Theresia oder von Joseph II., stammen, der seit 1765 zum Mitregenten erklärt war. Johann Michael Tauber von Taubenberg starb als Major. Dessen Sohn Michael diente gleichfalls in der k. k. Armee, zuletzt als Oberstlieutenant, und aus seiner Ehe mit Francisca Reichsfreiin von Hydessen stammt unser Oberst Anton. Dieser vermälte sich am 23. Mai 1825 als Hauptmann mit Josephine Freiin von Odelga (geb. 1. December 1802, gest. 2. August 1857), einer Tochter des großherzoglich toscanischen Geschäftsträgers Karl Freiherrn von Odelga (Bd. XX, S. 479, in den Quellen] und Josephinens Freiin von Spielmann [Bd. XXXVI, S. 153, in den Quellen]. Aus Antons Ehe mit Josephine stammen folgende Kinder: Stephanie (geb. 21. April 1826), vermält (seit 15. October 1860) mit George Caspary, 1870 k. k. Major; – Melanie (geb. 18. October 1827), vermält (seit 30. Juni 1850) mit Otto Kopitsch, 1870 k. k. Major und Commandant des achten Landes-Gendarmerie-Commandos in Agram; – Karl (geb. 1830, gest. 183,); – Eugenie (geb. 11. Februar 1836); – Louise (geb 1838, gest. 1845) – und August (geb. 4 Februar 1840). zur Zeit Ministerial-Vicesecretär im Ministerium für Cultus und Unterricht.

Wappen. In Roth auf grünem Grunde eine rechtsgekehrte, im Schnabel einen grünen Zweig haltende silberne Taube. Auf dem Schilde ruht ein rechtsgekehrter Turnierhelm, aus dessen Krone ein bis auf die Knie weißgekleideter Mann hervorwächst, in der Rechten einen bloßen Degen, in der Linken ein grünes Kleeblatt haltend. Die Helmdecken sind roth mit Silber unterlegt.