Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 26 (1874), ab Seite: 64. (Quelle)
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31. Richter, Oswald (Piarist und Tonkünstler, geb. zu Karlsbad in Böhmen im Jahre 1687, gest. zu Schlackenwerth am 23. Februar 1737). Trat im Jahre 1703, damals 16 Jahre alt, in den Orden der frommen Schulen, wo er seinem Namen Oswald den Beinamen a S. Caecilia beifügte. Er unterrichtete anfänglich in den deutschen Schulen, später in den Gymnasialclassen, und zwar in der Poetik und Rhetorik, wie damals die 5. und 6. Classe des Gymnasiums hießen. Insbesondere besaß er gründliche und umfassende Kenntnisse in der Musik, womit er bei seinen Zeitgenossen zu großem Ruhme gelangte. Er war auch Compositeur und ließ auf den Wunsch der zeitgenössischen Kunstkenner viele seiner Compositionen im Stiche erscheinen. Auffallend ist es, daß dem so gut unterrichteten Dlabacz, der sonst Persönlichkeiten von weit geringerer Bedeutung in sein Lexikon aufnahm, dieser bedeutende Künstler, dessen übrigens auch Walther und Gerber nicht gedenken, entgangen ist.

Schaller (Jaroslaw), Kurze Lebensbeschreibungen jener verstorbenen gelehrten Männer aus dem Orden der frommen Schulen u. s. w. (Prag 1799, Frz. Geržabek, 8°.) S. 53.