Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 1 (1856), ab Seite: 47. (Quelle)
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Antolini, Johann (Architekt, geb. zu Mailand 1760, gest. zu Ende 1841). A. hatte sich zu Rom (1780) gebildet und wirkte als Professor der Baukunst an der Akademie zu Mailand. Er führte weniger großartige Bauten aus, als er durch seine theoretischen Werke und seine Pläne zu Gebäuden große Kenntnisse in seiner Kunst beurkundete. Seine Arbeiten richteten die Aufmerksamkeit Napoleons auf den Künstler, und er ward ausersehen zur Ausführung des großartigen Forums in Mailand, das aber nur Project blieb. Von diesem Projecte erschienen 30 Tafeln, alle das Werke A.’s. Sein „Trattato d’architettura civile,“ das er dem franz. Institute der schönen Künste übersandte, veranlaßte seine Ernennung zum correspondirenden Mitglied dieser Akademie. Ein anderes Werk A.’s: „Le rovine di Velleja“ (Mailand 1819 in gr. Fol.) stellt die Ruine, den Grundriß und die Aufrisse der ausgegrabenen Stadt Velleja dar. Auch wurde nach A.’s Zeichnung im J. 1828 der Tempel des Herkules in Corsi und der Minerva in Assisi in Kupfer gestochen.

Nagler, Künstl.-Lexikon. – Nouvelle Biographie universelle publiée … sous la direction de M. le Dr. Hoffer. (1852 Paris) II. Bd. S. 830.