Aus dem Bund, den wir geschlossen

Textdaten
<<< >>>
Autor: Rudolf Lavant
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Aus dem Bund, den wir geschlossen
Untertitel:
aus: Eichenlaub und Fichtenreis
Herausgeber: Wilhelm Achilles
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1901
Verlag: Verlag von Wilhelm Achilles
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig-Eutritzsch
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons,
S. 64–65
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]


[64]

46.


     Mel.: Auf, ihr Brüder, laßt uns wallen etc.

     1. Aus dem Bund, den wir geschlossen, aus dem Kreise treu und schlicht, :,: ruft jetzt liebe Turngenossen mahnend ab die starre Pflicht. :,: Trommelschall und Fahnenrauschen lockt sie in des Heeres Reih’n! :,: Für das Kleid des Turners tauschen sie den Rock des Königs ein. :,:

     2. Aus der Weite in die Enge leitet sie des Mannes Pflicht, :,: und des Waffendienstes Strenge fordert schmerzlichen Verzicht. :,: Aber heben wird und stützen sie der Stolz auf’s Vaterland, :,: das auch sie getreulich schützen mit der Waffe in der Hand. :,:

     3. Und sie treten in das Leben, das sie bindet lange Zeit, :,: einsam nicht, denn jedem geben uns’re Wünsche das Geleit. :,: Und ob er in weiter Ferne sich im Waffendienste stählt, :,: Immer wird im Geist er gerne zu den Uns’rigen gezählt. :,:

     4. Grüße sendet stets auf’s Neue seiner Turnerbrüder Schar, :,: und die alte Freundestreue [65] überdauert Jahr und Jahr, :,: bis die Dienstzeit überwunden und des Griffeübens Pein, :,: bis er, jeder Pflicht entbunden, wiederkehrt in uns’re Reih’n. :,:


Mel.: Strömt herbei, ihr Völkerscharen etc.

     5. Wie wir ihrer treu gedenken, Freunde, ohne Lug und Trug, mögen oft zu uns sie lenken der Gedanken freien Flug, mögen sie in diesen Jahren, was ihr Schicksal immer sei, :,: sich die Liebe auch bewahren zu der edlen Turnerei. :,:

     6. Mögen sie, wie unterdessen sie auch angeweht der Wind, mögen sie es nie vergessen, daß sie deutsche Turner sind; mögen sie des immer wachen Turnerstolzes Hüter sein und dem Turnen Ehre machen, wie dem Leipz’ger Turnverein.

     7. Lebt denn wohl, in Krieg und Frieden, stellet tapfer euren Mann! Jedes Glück sei euch beschieden, das ein Herz sich wünschen kann, und wenn heut den Kopf wir senken ernst beim Voneinandergeh’n, - Gott wird alles freundlich lenken bis zum frohen Wiederseh’n.