Textdaten
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Autor: Bruno Wille
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Titel: Arme Leute
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aus: Die zehnte Muse. Dichtungen vom Brettl und fürs Brettl. S. 297
Herausgeber: Maximilian Bern
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1904
Verlag: Otto Eisner
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Erscheinungsort: Berlin
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Quelle: Commons = Google-USA*
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Arme Leute.

Bei düstern Heidekiefern
Stehn spärlich magre Aehren,
An dürrem Sande saugend,
Verzweifelnd, sich zu nähren.

5
Da kauert ein lehmig Häuschen

Mit Düngerhaufen und Karren;
Kläglich meckert die Ziege,
Und struppige Hühnchen scharren.

Aus der Thüre humpelt ein krummer

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Kleinbauer, emporzuspähen

Zur bleiern schleichenden Wolke,
Zu hungrig krächzenden Krähen.

Nur kurze Mitleidszähren
vermag die Wolke zu schenken;

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Dann schleicht sie trübe weiter,

Ohne Kraft zu tränken. –

Selber arm und traurig,
Folg’ ich der weinenden Wolke
Und denk’ an arme Leute

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Und leide mit meinem Volke.


Bruno Wille.