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erhob sich zuerst bei Gelegenheit des Krönungsmahles Rudolfs von Habsburg zu Aachen am 24. Oktober 1273. Er brach noch am Krönungstage selbst bei den Vorbereitungen zum Festmahle aus, wurde aber durch einen vorläufigen Vergleich, den der König, die Königin und die Kurfürsten beurkundeten, beigelegt.[1] Der Mainzer gab für dieses Mal seinen Anspruch zugunsten des Kölner Erzbischofs auf; doch sollte ihm das für die Zukunft in seinen Rechten und Ansprüchen nicht schädlich sein. Durch die Verhandlungen über diese Sache war aber die Abhaltung des Mahles am Krönungstage selbst unmöglich geworden, so daß es erst am folgenden Tage stattfinden konnte.[2] Dabei saß denn nach dem Bericht der Sächsischen Fortsetzung der Sächsischen Weltchronik der Erzbischof von Köln dem Könige zur rechten Hand, der von Trier ihm gegenüber.[3]

Dieser Platz scheint dem Trierer schon damals unbestritten zugestanden


  1. Siehe Sächsische Weltchronik, Sächs. Forts., MG. Deutsche Chroniken II, 286: des selbin morgenes as man nicht zu hofe. Daz quam von zweiunge des bischofes von Menze unde des von Colne, wenne ihr iglicher wolde sizzen zu der rechten hand des koniges unde mit ime essen; Urk. Rudolfs und seiner Gemahlin, MG. Const. III, Nr. 12, S. 13: cum ... coronacione nostra felici cum debita celebritate peracta sedes principum .... una cum sedibus nostris hinc inde in regia domo nostra ibidem, prout moris existit, pro sollempnitate prandii locarentur, inter venerabiles principes nostros .. Maguntinum et .. Coloniensem archiepiscopos super sessione a dextris est orta materia questionis. Tandem Maguntinus predictus, ne tante festivitatis nostre iocunditas in aliquo turbaretur, quin pocius in omnibus ad nostrum desiderium ageretur, ad magnam nostrarum ceterorumque principum precum instanciam questioni huiusmodi non inhesit. Immo recognoscimus per presentes et aperta facie protestamur, quod pro celsitudinis nostre honore, ut in eo plene sinceritatis affectum, quem ad nos habere dinoscitur, ostenderet per effectum, illa vice sub dissimulacione quadam commendabili pertransivit, publice nichilominus protestando, quod possessioni sessionis huiusmodi iuris vel facti, quod habet, per dissimulacionem eandem non valeat inposterum derogari, nec sibi et sue ecclesie Maguntine per hoc debeat in aliqua parte preiudicium generari. Vgl. Böhmer–Redlich Nr. 4, S. 5.
  2. Siehe die in voriger Anmerkung angeführte Stelle der Sächs. Weltchronik.
  3. Sächs. Weltchronik a. a. O.: des morgens sas der bischof von Colne deme konige zu der rechten hand unde as mit ime. Der bischof von Trire hatte dar gein gestulet. Vgl. Redlich Nr. 7a.
Empfohlene Zitierweise:
Karl Zeumer: Die Goldene Bulle Kaiser Karls IV. (Teil 1). Weimar: Hermann Böhlaus Nachfolger, 1908, Seite 26. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Zeumer_Die_Goldene_Bulle.pdf/44&oldid=3413104 (Version vom 1.8.2018)